2010 war Österreich der größte ausländische Investor der Türkei

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449 Millionen Euro verdiente die Bank Austria in den 18 zentral- und osteuropäischen Ländern, in denen sie vertreten ist. Cirka 130 Millionen Euro des Osteuropa-Gewinns der Bank Austria stammen aus dem Türkei-Geschäft. Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria, hat die Türkei jetzt stärker im Visier und erklärt das Land als Hauptexpansionsziele.

Bank Austria betreibt ihr Geschäft in der Türkei als ein Joint-Venture mit der türkischen Koc-Gruppe zu der auch die Yapi-Kredi gehört.

Innerhalb der UniCredit-Gruppe ist die Bank Austria für die Türkei zuständig. Bis 2015 sollen dort rund 300 Bankfilialen der türkischen Yapi Kredi, einer fünfzigprozentigen UniCredit-Tochter, eröffnet werden. Yapi Kredi ist die fünftgrößte Bank des Landes mit knapp 900 Filialen und 16.800 Mitarbeitern.

Der Erfolg des Finanzinstituts fußt auf dem Boom der türkischen Wirtschaft. Allein im Vorjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Türkei um 8,9%. Und laut OECD wird die Türkei bis zum Jahr 2017 das schnellste Wirtschaftswachstum aller OECD-Länder haben.

Laut Cernko werden bis Jahresende etwa 200 österreichische Betriebe in der Türkei tätig sein – im Jahr 2008 waren es noch 50. So eröffnete Baumax dort heuer die dritte Filiale und der Tierfuttermittel-Erzeuger Biomin gründete kürzlich eine türkische Tochtergesellschaft. Insgesamt war Österreich im Jahr 2010 der größte ausländische Direktinvestor in der Türkei.