Türkei: Pipeline für Gas aus Aserbaidschan

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Um Westeuropa unabhängiger vom Gas aus Russland zu machen, werden neue Pipelines, die Gas aus anderen Gebieten in die westlichen Länder transportieren benötigt. Ein wichtiger Schritt dazu könnten die neue Pipeline die von Aserbaidschan bis nach Italien sein. Der Bau der neuen 3.500 Kilometer langen Gaspipeline hat jetzt begonnen.

Das Erdgas soll nach der Fertigstellung der Pipeline aus den Shah Deniz-Feldern in Aserbaidschan bis nach Italien, über eine 3.500 Kilometer lange Pipeline transportiert. Die Pipeline führt durch Georgien, der Türkei und Griechenland und soll eine Alternative zum russischen Gas bieten.

Das Gas aus Aserbaidschan wird dabei über die Südkaukasus-Pipeline aus dem Sangachal Terminal im Süden von Baku zur türkischen-georgischen Grenze transportiert. Von dort wird das Gas über die Trans Anatolien Pipeline-Projekt (TANAP) durch die Türkei gepumpt und mit der Trans-Adriatic Pipeline (TAP) an der westlichen Grenze der Türkei weiter über Griechenland nach Italien befördert.

Die Eröffnung der Pipeline soll im Jahr 2018 stattfinden. Geplant ist der Transport von ca. 16 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr, davon wird die Pipeline 6 Milliarden in die Türkei und den Rest an die europäischen Verbraucher liefern.