Steuerabkommen mit der Türkei gekündigt

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Im letzen Jahr lag das Handelsvolumen zwischen Deutschland und der Türkei bei ca. 25 Milliarden Euro. Davon gingen mehr als 15 Milliarden als deutscher Export in die Türkei. In Zukunft könnte die Planungssicherheit über Steuern und Gewinne ausfallen, da ab Ende 2010 das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Ankara gekündigt wurde.

Wie das Bundesfinanzministerium gestern mitteilte, wurde das Abkommen bereits am 21. Juli 2009 gekündigt. Es soll jedoch noch bis Ende 2010 in Kraft bleiben. Für deutsche Investoren in der Türkei ändert sich bis dahin nach Angaben des Ministeriums nichts.

Das bisherige Abkommen sei veraltet und unausgewogen, erklärt die Bundesregierung. In den Verhandlungen um eine Revision der bestehenden Regelungen habe man jedoch keine Erfolge erzielt. Deutschland wolle eine moderne Fassung mit der Türkei beschließen, die sich an Standards der OECD orientiere, heißt es aus dem Bundesfinanzministerium.

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