Mehr Visa für Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien genehmigt

Visa für Erdbebenopfer
DW

Das vereinfachte Visumverfahren der Bundesregierung für Menschen, die durch die Erdbeben in der Türkei und in Syrien Anfang Februar obdachlos wurden, ist angelaufen. Mehr als 4.500 Erdbebenopfer haben bisher ein Visum aus Deutschland erhalten.

Die Zahl der von Deutschland ausgestellten Visa für Erdbebenopfer in der Provinz Kahramanmaraş, die von der Erdbebenkatastrophe im syrisch-türkischen Grenzgebiet betroffen sind, wurde mit 4.539 angegeben.

Die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten berichten unter Berufung auf Angaben des Auswärtigen Amtes, dass bis Freitag, den 17. März 2023 insgesamt 4.539 Erdbebenopfer ein Visum für Deutschland erhalten haben.

Nach einer Meldung der DW Türkei vom 22.03. wurden 3.862 der Visa im Rahmen des vereinfachten Antragsverfahrens für Erdbebenopfer und 677 im Rahmen der Familienzusammenführung erteilt.

Bundesregierung verabschiedet erleichtertes Visumverfahren

Die Bundesregierung hat beschlossen, ein erleichtertes Visumverfahren einzuführen, um Erdbebenopfern einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten bei ihren Angehörigen in Deutschland zu ermöglichen.

Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass und eine Verpflichtungserklärung von Verwandten in Deutschland, dass sie während des auf 90 Tage befristeten Aufenthalts für den Lebensunterhalt der Antragsteller aufkommen.