Özkan ist erste türkischstämmige Ministerin

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Um neuen Schwung in die Regierungsarbeit zu bringen, hat der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Montag vier Ressorts umbesetzt. Bei der Kabinettsumbildung gibt es zwei Premieren: So wird mit der 38-jährigen Aygül Özkan, die künftig für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration zuständig sein soll, in Deutschland erstmals eine Frau mit Migrationshintergrund Landesministerin.

Die Deutsch-Türkin legt damit eine politische Turbokarriere hin. Sie trat erst vor sechs Jahren in die CDU ein, seit zwei Jahren ist sie Abgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft und stieg schon kurz darauf in den Landesvorstand auf. Bisher war sie wirtschaftspolitische Sprecherin und Fachsprecherin für Industriepolitik ihrer Fraktion.

Die Juristin kam 1971 in Hamburg als Tochter eines Schneiders zur Welt. Vater und Mutter waren in den sechziger Jahren nach Deutschland gekommen.