Filmfestspiele Venedig: Türkei ist stark vertreten

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Gestern (02.09.) starteten die 72. Filmfestspiele von Venedig. Auf dem Lido sind unter anderem zahlreiche Schauspieler aus Hollywood zu Gast. Unter ihnen sind Promis wie Tilda Swinton, Eddie Redmayne, Jake Gyllenhaal und Johnny Depp. Bei den 1932 gegründeten Filmfestspielen werden 12 Tage lang insgesamt über 120 Filme um den goldenen und silbernen Löwen buhlen.

Kinofilme aus der Türkei sind in diesem Jahr recht stark vertreten. Das Land, das aktuell durch politische Unstabilität gekennzeichnet ist, bildet einen zweiten auffallenden Schwerpunkt in Venedig. Der erfolgreiche türkische Filmemacher Fatih Akin ist mit seinem Werk "The Cut" vertreten. Sein Film handelt über die Verfolgung und Vertreibung von Hunderttausenden Armeniern. "The Cut" schildert das Leben von einem Mann, der 1915 den Völkermord an den Armeniern überlebt und sich auf die Suche nach seinen Töchtern begibt. Akin drehte an seinem Werk an verschiedenen Orten wie Kuba, Malta, Jordanien und Kanada.

Ein weiterer türkischer Spielfilm im Wettbewerb ist das zweite Werk "Frenzy" vom Emin Alper. Alper ist ein vielfach preisgekrönter Regisseur. Sein Debüt hatte er mit "Beyond the Hills" und zählt unumstritten zu den größten Begabungen des europäischen Films. In Frenzy beschreibt er ein Istanbul, das am Rande der Gewalt steht, wo eine geheime Polizeitruppe im Auftrag der Regierung Menschen ermordet.

Bei den Filmfestspielen in Venedig werden die Hauptpreise des Wettbewerbs von einer internationalen Jury von Prominenten vergeben. Einige dieser Prominente fanden sich bereits am Montag ein. Zu der Jury gehört auch der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan (56), der in Cannes die Goldene Palme für seinen Film Winterschlaf (Kis Uykusu) verliehen bekam.