09.06.2011

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Abdullah Gül setzt seine Kontakte in Polen fort Gül ist im Rahmen seiner Kontakte mit Grzegorz Schetyna, Präsident des polnischen Unterhauses und Senatspräsident Bogdan Borusewics zusammengekommen. Gül wurde am Anfang seiner Reise von dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski empfangen. Polen wird ab dem 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. In diesem Rahmen bekräftigte der polnische Präsident Bronislaw Komorowski die Rückendeckung seines Landes für die Türkei bei den Bemühungen um einen EU-Beitritt.

Gül hingegen sagte, dass die Verhandlungen mit der EU bereits seit längerem liefen und er mit einer „wesentlichen Beschleunigung“ rechne. Hoffentlich würden weitere Verhandlungskapitel eröffnet, so Gül. Gül besuchte auch die Universität Vistula in der Hauptstadt Warschau. Gül wurde bei seiner Ankunft an der Universität von den Schülern mit einem großen Applaus empfangen. Gül besichtigte die Schule und unterhielt sich mit einer Gruppe von türkischen Schülern. TÜRKİYE-SABAH – 08/06/2011

Beziehungen zwischen Frankreich und der Türkei. Frankreichs Außenminister Alain Juppe bewertete die Beziehungen zwischen Frankreich und der Türkei. In seiner Rede in der Denkfabrik Brookings Institut in der US-Hauptstadt Washington sagte Alain Juppe, “Es ist sehr schwer die Beziehungen zwischen der Türkei und Frankreich zu bewerten. Dafür reicht die Zeit gar nicht aus. Die Türkei ist ein sehr großes Land. In vielen Bereichen arbeiten wir mit der Türkei zusammen. Aber Frankreich unterstützt nicht den EU-Beitritt der Türkei. Deswegen sind die Beziehungen zwischen der Türkei und Frankreich auch sehr schwer. Ich habe versucht, der Türkei gegenüber freundlich zu sein. Ich wollte auch mit der Türkei in der Libyen Krise zusammenarbeiten. Deswegen habe  ich die Türkei auf die Konferenzen in Doha und Abu Dhabi sowie der Kontaktgruppe eingeladen. Wir brauchen die Türkei. ”

Juppe deutete auch daraufhin, dass die Türkei ein NATO Mitglied ist. Juppe sagte, falls die Türkei hinsichtlich der Libyen Operation mit der NATO nicht die gleiche Meinung teile, habe die Türkei als Bündnispartner die Möglichkeit die Operationen zu stoppen. HÜRRİYET – 08/06/2011

Davutoğlus Rolle bei Versöhnungsabkommen zwischen Fatah und Hamas Laut der britischen Zeitung “The Independent” hat Außenminister Ahmet Davutoğlu, beim kritischen Versöhnungsabkommen zwischen den Palästinensergruppen Fatah und Hamas vermittelt und eine wichtige Rolle gespielt. Der renommierte Journalist Robert Fisk gab in seinem Artikel in der “The Independent” die Details zu den Gesprächen bekannt und wies darauf hin, dass Davutoğlu beim Verhandlungsprozess mit dabei gewesen ist und mit dem ägyptischen Außenminister Nabil Elaraby zusammen eine beutende Rolle gespielt  hat.

Unterdessen wurde auch bekanntgegeben, dass der Unabhängige Milliardär Munib Al-Masri, der als palästinensischer Vermittler an den Gesprächen teilnahm, mit Davutoğlu während seiner Palästinareise zusammenkam und ihn aufforderte an den Gesprächen teilzunehmen. Munib Al-Masri führte vor den Verhandlungsgesprächen ein Telefongespräch  mit dem ägyptischen Außenminister Nabil Elaraby um  Außenminister Ahmet Davutoğlu einzuladen, hieß es. STAR-MİLLİYET – 08/06/2011

Putin: Die Türkei hat Hotels gebaut, während wir Raketen produziert haben Der russische Ministerpräsident Vladimir Putin besuchte in der Stadt Soschi ein Sommer-Jugendlager. Hier beantwortete Putin Fragen der Schüler. Auf eine Frage “Warum das russische Volk immer in die Türkei reisen müsse, obwohl Russland auch am Schwarzen Meer liege” antwortete  Putin “Entwicklungen in einzelnen Bereichen hängen von Investitionen ab, die in der Vergangenheit gemacht wurden. Die Schuhe die sie tragen stammen aus Italien oder? Warum? Weil Italien vor Jahren in diesem Bereich seine Infrastruktur errichtet hat. Das gleiche gilt auch für die Türkei. In den Zeiten der Sowjetunionen waren wir im Bereich der militärischen Industrie tätig. Wir haben damals Waffen und Raketen fabriziert. Wir haben versucht Maschinen für den Weltraum herzustellen. Aber im touristischen Bereich haben wir keine Schritte unternommen. Wir müssen akzeptieren, dass der Urlaub in der Türkei hochwertiger und viel günstiger ist.” HÜRRİYET – 08/06/2011

Türkei kann vom Importverbot für europäisches Gemüse nach Russland profitieren Das Importverbot für europäische Gemüseimporte nach Russland -der führende Frischobst- und -gemüsemarkt der Türkei- verspricht neue Möglichkeiten für lokale Unternehmen. Russland hat die EU-Länder wegen der tödlichen Bakterie E.coli auf die schwarze Liste gesetzt, weil E.Coli einige Menschen auf dem Kontinent getötet hat.

Ali Kavak, Leiter des Exporteurverbandes des Sektors in der mediterranen Region erklärte, dass die Türkei nach den jüngsten Entwicklungen, bei ihrem Wettbewerb mit Spanien, einem Hauptrivalen in dem Obst- und Gemüsehandel jetzt einen Schritt nach vorn macht. Kavak sagte, „35 oder 40% der jährlichen Obst- und Gemüseexporte der Türkei von rund 3 Millionen Tonnen gehen bereits nach Russland. Deutschland ist der größte Markt für den Sektor, während die Ukraine, Rumänien, der Irak und die Länder des Mittleren Ostens zu den übrigen Spitzenkäufern gehören.“ Unterdessen gab Mustafa Satıcı, Leiter des Verbandes der Frischobst- und -Gemüseexporteure in der südlichen Provinz Antalya bekannt,  dass die Kunden in Europa besorgt seien. Satıcı wies auch darauf hin, der türkische Obst- und Gemüsehandel mit Russland hat vor der Krise bereits zugenommen. STAR – 08/06/2011