Roland Koch besucht Erdogan

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Am Mittwoch besuchte Roland Koch in Ankara Recep Tayyip Erdogan. Dort sprach er über die engen Beziehungen beider Länder in der kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Die beiden Politiker haben die Bedeutung von Sprache und Religion für die Integration betont. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan habe sich für die hessische Integrationspolitik interessiert. Außerdem habe er Koch gebeten, eine Einladung an Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Besuch in der Türkei zu übermitteln.

In Hessen stellten die etwa 180.000 Türken die größte Gruppe an Ausländern, dazu kämen viele türkischstämmige deutsche Staatsbürger. Die neue schwarz-gelbe Landesregierung wolle die Integration von Zuwanderern stärker vorantreiben. Dabei setze sie auf den Erwerb der deutschen Sprache und wolle einen islamischen Religionsunterricht an den hessischen Schulen einführen. Hessen wolle auch eine Partnerschaft mit einer türkischen Region schließen, weshalb der Ministerpräsident mit seinem Stellvertreter, Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn, einen Teil der Reise gemeinsam absolvierten.

Koch sprach in Ankara auch mit Außenminister Ahmet Davutoglu und Wirtschaftsminister Ali Babacan. Der Ministerpräsident will in der türkischen Wirtschaftsmetropole Istanbul noch bis Samstag Gespräche über Politik und Wirtschaft führen.