Nefes Nefese: Roman von Ayse Kulin Bestseller

nefes-nefese-ayse-kulin-181013_collage.jpg

John W. Baker übersetzte den 2002 erschienenen Roman „Nefes Nefese“ der türkischen Schriftstellerin Ayse Kulin ins Englische. Unter dem Titel „Last Train to Istanbul“ gehört das Buch beim Onlinehändler Amazone heute zu den Bestsellern. „Last Train to Istanbul“ hängt Bücher berühmter Autoren wie Elizabeth Gilbert und Jhumpa Lahiri ab und platziert sich auch unter den E-Books auf Rang 18.

„Nefes Nefese“ beschreibt die Rettung hunderter Juden vor den Nazis während des Zweiten Weltkriegs durch türkische Diplomaten. Der Roman entführt mit der hoffnungslosen Liebesgeschichte zwischen Selva, der Tochter des letzten osmanischen Padischahs Fazil Resat, und Rafel, dem jüdisch stämmigen Jungen, den Leser über die Landesgrenzen hinaus und gibt Einblick in die tapferen Taten türkischer Diplomaten bei der Rettung.

Die Autorin Ayse Kulin wuchs in einer Beamtenfamilie der türkischen Oberschicht auf. Der Vater, Muhittin Kulin, war ein Bosnier, die Mutter Sitare Hanim, eine Tscherkessin, die noch streng nach osmanischen Werten lebte. Über ihr Werk „Nefes Nefese“ hinaus thematisiert sie in ihrem Roman „Bir Gün“ (Ein Tag) die Kurdenproblematik der Türkei an einer Frauenfreundschaft.

„Last Train to Istanbul“ erschien 2006 im Everest Verlag.