Islamische Banken zielen auf neue Märkte

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Von Mannheim aus will man im Kleinkundensegment weiteren Standorten in Deutschland und Europa eröffnen und den Markt nach und nach erschließen. In Mannheim ist bereits eine Beteiligungsbank der Kuveyt Türk ansässig. Vier Prozent der 82 Millionen Deutschen sind Muslime. Islamische Fonds werden auch von lokalen Banken wie der Deutsche Bank AG entwickelt und zum Teil über die türkische Marke Bankamiz vertrieben. Diese Islamic Finance-Produkte sind jedoch unter Nicht-Muslimen derzeit nicht etabliert.

In Syrien eröffnet die Al Baraka Bank aus Bahrain laut Medienberichten noch in diesem Jahr ihre ersten Filialen in Damaskus und Aleppo. Al Baraka ist mit Gründungsjahr 1978 eines der ältesten regulierten Geldhäuser, das auf der Grundlage der koranischen Rechtsprechung Scharia operiert.

In Wien wurde das erste islamische Geldhaus um 2006 mit der Feisal Private Bank in Genf zugelassen. Bevor die weltweite Finanzmarktkrise im September 2008 ausbrach, wuchs das Geschäft mit Islamic Finance um rund 15 bis 20 Prozent pro Jahr. Zur Zeit stagnierte dieser. Die Branche bleibt aber von Insolvenzen verschont, weil islamische Banken nicht mit verzinslichen Produkten, Derivaten oder Hedge Fonds Geld verdienen dürfen. Laut Branchenexperten soll bis 2010 der Markt für Islamic Banking weltweit auf eine Billion Dollar anwachsen.

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