Göbekli Tepe: Immer ein Besuch wert

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Der Göbekli Tepe (Nabelberg) soll der älteste Tempel der Welt sein. Er ist älter als die ägyptischen Pyramiden und das britische Stonehenge. In buchstäblich biblischen Zeiten bauten Steinzeitmenschen auf dem osttürkischen Nabelberg ihren Göttern Tempel. Zu Zeiten, als sie als Jäger und Sammler nicht mal Ton zu Keramik brennen konnten.

Heute ist Göbekli Tepe für die stetige Weiterentwicklung der Region Urfa verantwortlich. Das steigende Interesse der Touristen zeigt sich am Zustrom der Besucher. Um den wachsenden Besucherzahlen gerecht zu werden, sind Forderungen nach angemessenen Hotelanlagen und dem Schutz der antiken Gebäude laut geworden. Hiezu wurden in den letzten Jahren Pläne erstellt, um die antiken Funde zu bewahren und sogenannte “Durchgangs-Korridore“ für Besucher zu schaffen, über die sie kontaktfrei zu den archäologischen Sehenswürdigkeiten gelangen können. Das Besucherzentrum, das die Behörden im Winter 2013 bauen ließen, befindet sich direkt am Eingang zu dem archäologischen Gebiet. Die Eröffnung erfolgt im Frühling des laufenden Jahres. Ein Café, Toiletten, Geschäfte und ein Shuttle-Service sollen die Besucher vom 800 m entfernten Parkplatz zum Besucherzentrum fahren. Sanliurfa erkennt Zeichen der Zeit für Göbeklitepe

Mehrere 5-Sterne Hotels sind in den letzten Jahren entstanden. Eines davon, das Nevali Hotel, hat seinen Namen von den Ausgrabungen in Nevali Çori erhalten, einem Ort mit dem gleichen kulturellen Hintergrund wie Göbekli Tepe. Das gleiche Team, das 1983-1991 die Forschungsarbeiten in Nevali Çori vornahm hat 1995 mit den Arbeiten in Göbekli Tepe begonnen.

Der biblische Garten Eden soll laut Wissenschaftlern bei der heutigen Stadt Sanliurfa liegen. Zu diesem Schluss kamen sie, als ein Schäfer 1994 die Wissenschaftler zu mächtigen Steinsäulen führte. Klaus Schmidt vom Deutschen Archäologischen Institut in Istanbul sagt: „Diese Entdeckung verändert alles“. Forscher sehen im Nabelberg die Pforte zum Garten Eden. „Genauer gesagt ist Göbekli Tepe ein Tempel in Eden“, meint Schmidt.