Deutsche Rinder für die Türkei

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Für Niedersachsens Rindermäster steht der Markt für das rote Fleisch zur Zeit recht positiv. Die Preise zeigen nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes eine leichte Aufwärtstendenz, die noch anhalten dürfte.

Grund hierfür ist, dass die Türkei verstärkt Rinder aus Deutschland importiert, wovon auch niedersächsische Landwirte profitieren. Von dort werden auf BSE getestete Jungbullen geordert, die unter sogenannten Halal-Bedingungen geschlachtet wurden. Limitiert wird die Nachfrage lediglich durch die Verfügbarkeit von Kühlcontainern.

Die in der Türkei teils doppelt so hohen Verbraucherpreise machten den Markt interessant, teilte der Landesbauernverband am Donnerstag mit. Die Türkei hatte bislang auf Importe aus Brasilien und Uruguay gesetzt, hat nun aber für deutsche Exporteure Einfuhrzölle gesenkt und Handelsbeschränkungen gelockert. Bei der Rinderzucht liegt Niedersachsen nach Bayern auf Rang zwei in Deutschland. 25 000 Landwirte halten rund 2,5 Millionen Rinder, knapp 800 000 Milchkühe miteingerechnet. Die meisten Rinder gibt es im Kreis Cuxhaven.

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