Aygül Özkan startet Integrations-Programm

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In Niedersachsen hat jeder vierte Jugendliche unter 18 Jahren hat einen Migrationshintergrund. Die Angebote zur Kinder- und Jugendhilfe oder Elternbildung bei diesen Familien nehmen nur wenige wahr, sagt Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan. Mit einem Integrationsprogramm will die Ministerin diesen Missstand jetzt bekämpfen.

Ziel des bundesweit einmaligen Projektes "Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien" (EFi) ist es, Bildungs- und Präventionsangebote besser zu vernetzen und für die Familien leichter zugänglich zu machen. "Aus der Praxis weiß man, dass der Zugang zu den bestehenden Angeboten gerade für Familien mit ausländischen Wurzeln eine große Hürde ist", so Özkan. Sprachprobleme seien nur eine von vielen Barrieren. Das EFi-Netzwerk solle nun Lösungswege finden.

"Unter anderem sollen sogenannte Brückenbauer – beispielsweise Integrationslotsen – den Migranten den Zugang zu Angeboten erleichtern", sagt Heinz Müller vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz, das das Programm wissenschaftlich begleitet.