27.09.2013

Abdullah-Guel-170513_teaser_gr_thmerged.jpg

Gül lobt Gezi Park Proteste Auf einer Veranstaltung der Investmentbank Merrill Lynch in New York hat der Präsident Abdullah Gül die Anfänge der Gezi Park Proteste gelobt. Doch bei Gewalttätern, die Proteste missbrauchen, müsse die Polizei durchgreifen. In New York sei das nicht anders. Er sei in einer „gewissen Hinsicht“ stolz darauf. Dieselbe Motivation war hinter den Protesten zu beobachten, wie in Washington, New York oder London. Es sei dabei vor allem um Umweltfragen gegangen, sagte Gül. Die Proteste hätten nichts mit einer Kritik an autoritären Tendenzen oder der Arbeitslosigkeit zu tun, teilte Gül mit und fügte hinzu: „Radikale Gruppen haben die Proteste missbraucht, um illegale Kundgebungen durchzuführen. Was würde wohl die New Yorker Polizei tun, wenn sich hier Menschen versammeln und Plastikreifen in Brand stecken würden? Sie würde genauso reagieren, wie die Istanbuler Polizei.“

Türkei stellt Israel Bedingungen Außenminister Ahmet Davutoğlu, der auf der UN-Generalversammlung am Mittwoch sprach, meinte, dass Israel nicht alle Bedingungen erfüllt habe, um die Beziehungen zur Türkei zu verbessern. Es könne allenfalls von „einigen Fortschritten“ die Rede sein. Eine Entschuldigung für den Mavi Marmara Vorfall, eine Entschädigung für die Opferfamilien und ein Ende der Restriktionen „gegen Palästina“, so Davutoğlu. Doch das sind Bedingungen, die eine Zusammenarbeit derzeit offenbar nicht möglich machen. Es gebe keinen  Handlungsbedarf von türkischer Seite, sagte Davutoğlu und fügte hinzu, die Türkei warte noch auf die anderen beiden, während die erste Bedingung der Entschuldigung für den Tod von neun Personen auf der Mavi Marmara bereits erfolgt sei. Im Fall einer Entschädigung für die Opferfamilien der Mavi Marmara seien bereits Fortschritte erreicht worden. „Wir hoffen, dass das abgeschlossen wird“ so Davutoğlu.

Kurdische Buchstaben Q, W und X werden aufgenommen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird mit der Veröffentlichung des Demokratisierungspakets am 30. September eine Revolution auslösen. Die im kurdischen Alphabet befindliche Buchstaben Q, W und X werden in die offizielle Sprache aufgenommen. Somit kann der Unterricht in der kurdischen Sprache ausgeführt werden. Das Paket bringt aber auch die Möglichkeit, dass alte kurdische Dorfnamen wieder benutzt werden können. Nebenbei müssen nichtmuslimische Schulen in der Türkei nicht mehr den nationalen Eid ablegen.

Goldreserven der Türkei gestiegen Die Türkei war, gefolgt von Russland, im August der weltweit größte Goldkäufer. Darauf folgen Russland, die Ukraine, Aserbaidschan und Kasachstan. Es war für die Türkei die größte Erhöhung der Goldreserven in den vergangenen fünf Monaten, Russland kauft seit elf Monaten kontinuierlich Gold hinzu. Seit Juli steigt der Goldpreis wieder relativ konstant an. In diesem Jahr sank der Kurs um 20 Prozent, der erste Preisverfall seit 13 Jahren. Die Liste wird von den USA und Deutschland angeführt. Die Türkei belegt den 13. Platz der Liste.

Humanitäre Gipfelkonferenz in Istanbul Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gab bekannt, dass die allererste Humanitäre Gipfelkonferenz in Istanbul stattfinden wird. Der Generalsekretär fügte hinzu, dass viele Länder insbesondere die Schweiz die Konferenz organisieren wollten. „Nach einer Intensiven Auswertung habe ich beschlossen, die türkische Regierung zu wählen, ich gratuliere sie.” Außenminister Davutoğlu bedankte sich bei Ban Ki-moon und äußerte sich zufrieden mit dieser Entscheidung.

(Quelle: Generaldirektion für Presse und Information in Ankara)