Türken verstecken Gold unter ihren Kissen

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In der Türkei ist das Gold kaufen und es als finanzielle Reserve aufzubewahren eine Tradition. Wegen der Bankenkrise im Jahre 2001 und der bis jetzt immer schwankenden Wirtschaft haben die Bürger ihr meistes Gold zu Hause aufbewahrt. Nun will der Staat, dass das gehortete Gold auf die Bank kommt. Dadurch soll der Finanzsektor gestärkt, die Sparquote der Türken nach oben getrieben und das Handelsbilanzdefizit des Landes gesenkt werden.

Der Minister für Zoll und Handel, Hayati Yazici gab an, dass nach Schätzungen 5-6 Tonnen Gold bei den Bürgern zu Hause liegen. Wenn schon allein 10% des Goldes wieder in den Umlauf käme, würde der Staat ca. 28 Milliarden Dollar gewinnen und das 50 Milliarden Dollar schwere Handelsbilanzdefizit stärken. Bald wir ein Programm vorgestellt, dass die Bürger dazu animieren soll, ihr Gold auf die Bank zu bringen. Die Banken sollen gute Konditionen für das Gold zusichern. Denizbank hat den ersten Schritt getan und ein Abkommen mit der Goldraffinerie in Istanbul unterschrieben, das den Goldhändlern günstige Kredite verspricht. Die Bank hat auch neue Bankautomaten in die Nähe von Hochzeits- und Ballsälen aufgestellt, von denen die Bürger Gold abheben können.

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