Türkei: Steuersatz für SüperLig-Profis soll steigen

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In der Türkei liegt der Steuersatz für SüperLig-Profis bei nur 15 Prozent Steuern auf die Einnahmen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat die türkische Liga damit einen immensen Vorteil. Dies ist auch der Hauptgrund, warum türkische Klubs nach Spieler wie Wesley Sneijder streben können. Dem türkischen Finanzminister Mehmet Simsek ist der niedrige Spitzensteuersatz langer ein Dorn im Auge. In Ländern wie England, Spanien, Deutschland oder Italien liegt der Spitzensteuersatz bei über 40 Prozent.

Steuersatz für SüperLig-Profis braucht Richtschnur

Für den Finanzminister dürfte der Satz in den EU-Ländern eine Richtschnur sein. In einem Interview sagte er, dass es bei der Besteuerung sinnvoll sei, den Steuersatz auf ein Niveau von 35 Prozent anzuheben.

Damit hätte die Türkei zwar immer noch ein Steuervorteil gegenüber anderen Ligen, doch am Ende des Tages wird sich kein Top-Klub der Süper Lig mehr einen Spieler im Format eines Wesley Sneijders leisten können. Sollte die Finanzbehörde die Steuer tatsächlich anheben, müssen die Vereine bluten. Denn die Klubs schließen mit vielen Profis Nettoverträge ab. Einem Spieler ist es daher egal, ob sich der Steuersatz im Land ändert. Die höhere Steuer müsste bei einer Anhebung der Verein tragen.

Ankara weiß, dass den meisten Vereinen im Land finanziell das Wasser bis zum Hals steht. Die schwache Lira und das Passolig-Debakel mit dem schlechten Kartenabverkauf belasten die Klubs zusätzlich. Die Gesamtsteuerschuld der Klubs beim Staat betragen 100 Mio. TL.