Russische Luftraumsperre trifft türkische Tourismusindustrie

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Nach dem Abschuss des russischen Kampfjets im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien durch die türkische Armee, sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf dem Nullpunkt. Der russische Präsident Wladimir Putin hat gegen die Türkei nun eine Liste mit Wirtschaftssanktion bekanntgegeben, die ab dem 1. Januar 2016 in Kraft treten werden.

Auf der Sanktionsliste steht beispielsweise die Einfuhr von Geflügelfleisch, Tomaten, Apfelsinen, Salz und Weintrauben. Zudem soll es ab dem 1. Januar 2016 eine Visumspflicht für Türken geben, die nach Russland einreisen wollen. Alle touristischen Charterflüge in die Türkei wurden bis auf weiteres ausgesetzt. Russische Luftraumsperre trifft türkische Tourismusindustrie

Türkische Medien melden, dass das russische Amt für Zivile Luftfahrt ab dem 1. Dezember 2015 den russischen Luftraum, mit Ausnahme von Linienflügen, für alle zivilen Flugzeuge aus der Türkei gesperrt hat. Das betrifft sämtliche Charterflüge und Flüge von Privatjets, die von einem in der Türkei gelegenen Flugplatz aus starten. Eine Unterscheidung unter welchem Besitz, ob Privatperson oder Unternehmen, das Flugzeug steht, gibt es nicht. Maßgeblich für das Verbot ist ausschließlich der Start des Flugs ab der Türkei. Das Verbot triff die türkische Tourismusindustrie laut Experten hart und sei besorgniserregend.

Das US-Außenministerium meldete, es gäbe Beweise darüber, dass der nach einer Verletzung des türkischen Luftraums abgeschossene russische Kampfjet, den türkischen Luftraum verletzt hat. Die USA wünsche sich, dass die Türkei und Russland sich aussprechen und die Lage entspannen. Wladimir Putin erwartet vom türkischen Staatspräsident Erdogan eine Entschuldigung für den Abschuss.

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