Opferfest Türkei: Tausende verletzte Hobby-Schlachter

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Heute (17.10.) ist der dritte Tag des Opferfestes. Das religiöse Fest wird von Muslimen weltweit gefeiert. Die Euphorie zum Kurban Bayrami begann am Dienstag mit dem Festtagsgebet. Millionen gläubiger Menschen strömten am frühen Morgen in die Moscheen und verrichteten dort ihre Gebete. Anschließend ging es zum hauptsächlichen religiösen Akt, der Schlachtung des Opfertieres, über.

Wie auch im letzten Jahr gab es zahlreiche verletzte von selbst ernannten Schlachtern, die sich mit ihren Messern selbst verletzten. Sie wollten das Opfertier selbst töten und schnitten sich dabei in Hände, Arme oder Beine. Blutend wurden sie von Rettungsdiensten oder von Angehörigen in die Notaufnahme der Krankenhäuser gebracht und dort behandelt. In der gesamten Türkei gab es mehrere Tausend verletzte "Hobby-Metzger".

Das private Schlachten ist in der Türkei offiziell verboten. Obwohl die Stadtverwaltungen darauf achten, dass die Opfertiere nur in Schlachthöfen geschlachtet werden, verstoßen immer noch zahlreiche Türken gegen diese Vorschrift.

In Istanbul wird das Blut der geschlachteten Opfertiere über Kanäle von Beylerbeyi in den Bosporus geleitet. Die Bürger, die am Ufer spazieren gehen, sind auch in diesem Jahr tief erschrocken, wenn sie den riesigen roten Butteppich sehen.

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