Legende zur Mädchenburg „Kizkalesi“

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Vor langer Zeit gab es einen König, der eine sehr hübsche Tochter hatte. Leider waren die Sterne ihr nicht wohlgesonnen und das Mädchen sollte gemäß einer Prophezeiung an einem Schlangenbiss sterben. Um der Prophezeiung vorzubeugen, ließ der König eine Burg im Meer bauen. Hier sollte seine Tochter vor Schlangen geschützt sein. Der Prophezeiung entkommt die Prinzessin nicht. Jeden Tag bekam sie Körbe mit frischem Obst. Eines Tag jedoch befand sich in einem der Körbe eine Schlange und so erfüllte sich die Prophezeiung.

Kizkalesi ist während der Kreuzzugszeit gebaut worden (ca. 1100 n. Chr.) und diente als Befestigung gegen Feinde aller Art. In der Burg befinden sich noch die Reste einer kleinen Kapelle und eine Wasserzisterne.

Die Stadt bei Kizkalesi ist viel älter. An diesem von angenehmen Klima (außer Juli-September zu heiß…) gesegneten Platz befindet sich das römische Korykos (zypriotischer Prinz), das etwa im 2. Jahrhundert aufgebaut worden ist. Eine große Burg etwas außerhalb der heutigen Stadt wurde ebenfalls von den Römern gegründet. Diese Burg gegenüber dem Mädchenschloss hat fünf Bauphasen erlebt. Besonders in der byzantinischen Zeit wurde die Burg im 5. und 6. Jahrhundert stark erweitert. In dieser Zeit blühte die Stadt auf und war über die Grenzen Anatoliens hinaus bekannt.

Erstmals in den Geschichtsbüchern erwähnt wird Korykos, als der König von Syrien Antochius II. die Kilikische Küste Anatoliens erobern möchte. Römische Schriftsteller, wie Cicero oder Livius, erwähnten Korykos in ihren Texten. Seit 1448 gehört Korykos zum Osmanischen Reich.

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