Sensationeller Touristenrekord
Die Türkei verzeichnete 2004 ein Gäste-Plus von stolzen 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie es aus der erst kürzlich veröffentlichten Jahresbilanz des türkischen Tourismusministeriums hervorgeht. Im Jahr 2003 waren 14 Millionen Urlauber gezählt worden. Mit dem Ergebnis für 2004 habe die Türkei schon jetzt das Ziel übertroffen, das die Welttourismusorganisation dem Land für 2010 gesetzt habe, erklärte das Ministerium. Seit 1999 hat sich die Zahl der Türkei-Touristen demnach mehr als verdoppelt.
Die traditionell stärkste Touristengruppe bilden nach wie vor die Deutschen. Mit knapp vier Millionen (22,4 Prozent) waren sie auch 2004 die stärkste Gruppe, gefolgt von 1,6 Millionen Urlaubern aus Russland (9,2) und 1,3 Millionen Briten. (7,9 Prozent).
Auf den weiteren Plätzen folgen Bulgaren, Niederländer, Iraner, Franzosen, Griechen, Österreicher, Belgier, Aserbaidschaner.
Die Touristen dürften der Türkei in diesem Jahr spektakuläre Einnahmen von schätzungsweise zehn Milliarden Euro bringen.
Die Palette an Touristen-Attraktionen ist breit: Von den Kultur-Schätzen der Römer, Griechen und Osmanen bis zum Badeurlaub an einem der Strände der 8.000 Kilometer langen Küste. Besonders die türkische Riviera von Kemer im Westen bis Alanya im Osten zieht die meisten Touristen an.
Fern vom Pauschal- und Massentourismus an der Südwest- und Südküste der Türkei hat sich auch ein Alternativtourismus gebildet. Ausflüge und Wanderungen in die Märchenlandschaften Kappadokiens stehen immer häufiger auf dem Programm der Reiseveranstalter. Und auch in der Schwarzmeer-Region, die landschaftlich an die Schweiz oder die bayerische Alpenregion erinnert, soll der Alm- und Hütten-Tourismus belebt werden.