Tödliches Beben erschüttert Westtürkei – Einstürze, Verletzte, hunderte Nachbeben

Beben Westtürkei
DHA - TRT

Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD hat nach dem Erdbeben in der Provinz Balıkesir von einer anhaltend hohen seismischen Aktivität berichtet. Demnach wurden seit dem Hauptbeben in Sındırgı insgesamt 237 Nachbeben registriert, zehn davon mit einer Magnitude über 4,0. Die seismische Lage werde, so AFAD, rund um die Uhr weiter überwacht.

Erste Opferbilanz und Zerstörung

Am Montagabend erschütterte ein Beben der Stärke 6,1 die westtürkische Provinz Balıkesir. Das Epizentrum lag im Bezirk Sındırgı, das Beben war bis nach Istanbul und Izmir deutlich zu spüren. Nach offiziellen Angaben kam ein 81-jähriger Mann ums Leben, als ein dreistöckiges Gebäude in Sındırgı komplett einstürzte. 29 weitere Menschen wurden verletzt, mehrere davon liegen noch im Krankenhaus.

Insgesamt stürzten 16 Gebäude und zwei Minarette ein, vor allem in abgelegenen Dörfern. Erste Untersuchungen ergaben, dass an manchen Häusern unzulässige Eingriffe an tragenden Strukturen vorgenommen worden waren. Die Staatsanwaltschaft in Balıkesir leitete Ermittlungen ein. Viele Anwohner verbrachten die Nacht im Freien – im städtischen Stadion oder auf öffentlichen Plätzen. Der Türkische Rote Halbmond verteilte Decken und Lebensmittel.

Seismische Aktivität Westtürkei

Seismische Aktivität in der Westtürkei am 11.08.2025
237 Nachbeben wurden nach einem Hauptbeben der Magnitude 6,1 aufgezeichnet.

Insgesamt stürzten 16 Gebäude und zwei Minarette ein, vor allem in abgelegenen Dörfern. Erste Untersuchungen ergaben, dass an manchen Häusern unzulässige Eingriffe an tragenden Strukturen vorgenommen worden waren. Die Staatsanwaltschaft in Balıkesir leitete Ermittlungen ein. Viele Anwohner verbrachten die Nacht im Freien – im städtischen Stadion oder auf öffentlichen Plätzen. Der Türkische Rote Halbmond verteilte Decken und Lebensmittel.

Warnung vor Baupfusch

Innenminister Ali Yerlikaya erklärte, die Such- und Rettungsarbeiten seien in der Nacht abgeschlossen worden; es werde nicht mehr mit weiteren Opfern gerechnet. Experten wie der türkischer Geologe Haluk Eyidoğan erinnerten daran, dass die Türkei zu den erdbebengefährdetsten Regionen weltweit zählt. Entscheidend für das Ausmaß der Zerstörung sei nicht allein die Stärke eines Bebens, sondern die Bauqualität der Gebäude.

Behörden und Hilfsorganisationen arbeiten weiter daran, die Betroffenen unterzubringen und zu versorgen.