Marmararegion
Der Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen trennen den europäischen
vom asiatischen Teil der Türkei. Die nordwestliche Landspitze der Türkei
in Europa, knapp 3 % des türkischen Territoriums: das ist Ostthrakien,
eine sanft hügelige, von breiten fruchtbaren Tälern durchzogene Landschaft.
Im asiatischen Teil - Anadolu - gibt es mittelhohe Gebirge; der Uludag
bei Bursa
ist 2543 m hoch und eines der beliebtesten Wintersportgebiete.
Die beiden Kontinente werden durch die Meerengen Dardanellen und den
Bosporus getrennt.
Der Bosporus, 32 km lang, verbindet das Marmarameer mit dem Schwarzen
Meer. Die Pracht der Blauen Moschee und der Hagia Sophia, die Bosporus-Brücke,
eine der größten Hängebrücken der Welt, das verwirrende Labyrit des größten
Basars der Welt mit über 4000 Läden - Istanbul
muß man gesehen und erlebt haben.
Das Marmarameer (Marmara Denizi) ist 280 km lang, bis 80 km breit und
über 1000 m tief. Im Marmarameer gibt es zwei Inselgruppen: die Prinzeninseln
südöstlich von Istanbul und die touristisch kaum bedeutenden vier Marmara-lnseln
bei Erdek.
Die Dardanellen sind 65 km lang und werden auf der europäischen Seite
von der Halbinsel Gallipolli begrenzt. An der schmalsten Stelle, bei Çanakkale,
sind die Dardanellen 1,3 km breit.
Homers Epos Ilias, geschrieben im 8.Jh. V. Chr., machte Troja bei Çanakkale
zu einem der berühmtesten Schauplätze der Weltliteratur. Altertumsforscher
haben bei den Ausgrabungen neun verschiedene Schichten unterscheiden können.
Noch in Europa liegt Edirne,
das ehemalige Adrianopel, mit der wohl berühmtesten und schönsten Moschee
des Meisterarchitekten Sinan.
Bursa, erste Hauptstadt des osmanischen Reiches, ist berühmt für seine
Thermalbäder, u.a. auch durch die "Grüne Moschee" und das "Grüne Mausoleum".