Zentralanatolien
Die ungemein reizvolle Landschaft von Kappadokien in Zentralanatolien,
im herzen der Türkei, zählt sicherlich zu den faszinierendsten. Sehenswürdigkeiten
der Welt: vulkanische Bergekegei, tiefeingegrabene Flußtäler und Schluchten,
weichgerundete grünbraune Gebirgsbrücken, leicht hügelige Ebenen. Der Sockel
dieser zentralanatolischen Hochebene liegt bei etwa 1000 m, mit einigen
Absenkungen bei Ankara
und bei dem großen Salzsee Tuz Gölü auf rund 300 m. Die Hauptstadt Ankara,
einer der ältesten Städte, ist der politische und kulturelle Mittelpunkt
der Türkei.
Hier befindet sich auf einem Hügel das Mausoleum von Kemal Atatürk,
der am 10.November 1938 im Dolmabahçe Palast in Istanbul
verstorben und dann hier in Ankara beigesetzt worden ist.
Die Besichtigung des Zitadellenviertels ist am besten mit einem Gang
durch das "Museum für Anatolische Zivilisationen" zu verbinden, in der
sich nicht nur die weltberühmten hethitischen 3000 - 4000 Jahre alten Plastiken,
Reliefs, Schrifttafeln, Kleinkunst u.a. Stücke befinden, sondern auch einzigartige
Schaustücke aus anderen Perioden.
Im einst frühmittelalterlichen Seldschukenreich Konya
lebte im 11. Jhr. der große islamische Gelehrte, Dichter und Mystiker Mevlana
Celateddin Rumi, der den Orden der Tanzenden Derwische gründete.
Erlebnishöhepupkt ist aber zweifellos die in ihrer Art absolut einmalige,
Tuffsteinlandschaft von Kappadokien, mit ihren "Stein -Pilzen" und den
alten unterirdischen Städten, Höhlenwohnungen und reichbemalten Felsenkirchen.
Vor allem das Gebiet um Göreme war ein wahres Fluchtzentrum der frühen
Christen. Avanos, auch als "Stadt am Roten Fluß" bekannt, besitzt viele
Töpfereien.
Die Stadt Kayseri,
zu Füßen des höchsten Berges Zentralanatoliens - des 3916 m hohen, meist
schneebedeckten Erciyes Dagi - ist eines der wichtigsten Teppichknüpfzentren
des Landes. In Sivas, dem Kreuzungspunkt wichtiger Karawanenstrassen, befinden
sich zwei der prächtigsten Koranschulen: Gök Medrese und Çifte Minare Medrese.