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  #1  
Alt 03.03.2012, 21:25
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derkahn derkahn ist offline
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Registriert seit: 06.05.2008
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Standard Geglückte Integration - Wo?

Die meisten hier sehen wohl das Zusammenleben Deutscher und Türken als gescheitert an.

In welchem Land ist die Integration welcher Einwanderer besonders geglückt? Habt ihr Beispiele oder ist das alles nur eine Utopie?
  #2  
Alt 29.06.2012, 14:46
Leselicht
 
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Standard Hallo derKahn,

Zitat:
Zitat von derkahn Beitrag anzeigen
Die meisten hier sehen wohl das Zusammenleben Deutscher und Türken als gescheitert an.

In welchem Land ist die Integration welcher Einwanderer besonders geglückt? Habt ihr Beispiele oder ist das alles nur eine Utopie?
könntes Du vielleicht präzisieren, was Du unter Integration verstehst? Das "reine Zusammenleben",welches Du bezüglich der Deutschen und Türken in Deinem ersten Satz benennst, kann es m.E. nicht sein.
Vielleicht könnte die Eingrenzung der Begrifflichkeit dienlich sein, um in eine Diskussion beginnen zu können.
  #3  
Alt 01.07.2012, 06:40
Benutzerbild von derkahn
derkahn derkahn ist offline
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Registriert seit: 06.05.2008
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Standard

Zitat:
Zitat von Leselicht Beitrag anzeigen
könntes Du vielleicht präzisieren, was Du unter Integration verstehst? Das "reine Zusammenleben",welches Du bezüglich der Deutschen und Türken in Deinem ersten Satz benennst, kann es m.E. nicht sein.
Vielleicht könnte die Eingrenzung der Begrifflichkeit dienlich sein, um in eine Diskussion beginnen zu können.
Das ist vorläufig ein Detail - unter Integration versteht eh jeder etwas anderes. Ich lass dann mal die Interpretation dieses Betriffs offen.
  #4  
Alt 01.07.2012, 11:36
Leselicht
 
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Standard Genau darin liegt das Problem:

Zitat:
Zitat von derkahn Beitrag anzeigen
Das ist vorläufig ein Detail - unter Integration versteht eh jeder etwas anderes. Ich lass dann mal die Interpretation dieses Betriffs offen.
Integration wird als ein catch-all-Begriff verwendet. Dadurch ist eine Ein- und Abgrenzung nicht möglich und allen "Beteiligten" ist Tür und Tor dafür geöffnet den Diskurs über Integration unter einem negativen Vorzeichen zu führen.
Zudem hat die Bedeutungsoffenheit des Begriffes Integration zur Folge, dass sowohl die individuelle Anpassungsleistung, die Migranten im Rahmen von Integration zu erbringen haben, "als auch das Sanktionssystem, dass bei nicht erbrachter „Integration“ mit symbolischen und ökonomischen Strafen droht", hierrunter verstanden wird.
Ein Diskurs über das Scheitern bzw. das Nicht-Scheitern von Integration ist m.E. erst möglich, wenn Licht, in das was alle meinen unter Integration zu verstehen (interpretativ/spekulative Ebene) und das was tatsächliche Zielsetzungen und Wege der Zielerreichung von Integration, geschaffen ist.
Einen sehr aufschlussreichen Artikel über diese Problematik findet man unter:

http://www.bpb.de/shop/zeitschriften...it-der-tuerkei

und hier insbesondere das Essay von Paul Mecheril "Wirklichkeit schaffen: Integration als Dispositiv".

Gruß!
  #5  
Alt 01.07.2012, 11:51
BayDueduek
 
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Zitat:
Zitat von derkahn Beitrag anzeigen
Die meisten hier sehen wohl das Zusammenleben Deutscher und Türken als gescheitert an.
...
Super Einstieg... na dann können wir ja alle heimgehen.
  #6  
Alt 01.07.2012, 18:05
cheveyo
 
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Zitat:
Zitat von Leselicht Beitrag anzeigen
könntes Du vielleicht präzisieren, was Du unter Integration verstehst? Das "reine Zusammenleben",welches Du bezüglich der Deutschen und Türken in Deinem ersten Satz benennst, kann es m.E. nicht sein.
Vielleicht könnte die Eingrenzung der Begrifflichkeit dienlich sein, um in eine Diskussion beginnen zu können.
Was in Deutschland von den Migranten gefordert wird ist Assimilation und nicht Integration, denn integriert sind wir schon lange, aber es wird nur nicht anerkannt. So können wir noch lange klein gehalten werden, um dann bei gegebenem Anlass immer noch den Sündenbock spielen zu dürfen!
  #7  
Alt 04.07.2012, 15:04
Leselicht
 
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Standard Lass sie ungenutzt.

Tschö :-) :-) :-)
  #8  
Alt 05.07.2012, 10:41
Benutzerbild von FettyReloaded
FettyReloaded FettyReloaded ist offline
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Beiträge: 612
Standard Der Urspurng des Problems...??

Integration wird ja von vielen Deutschen wie folgt erfasst: Der Ausländer hat sich seiner heimischen Kultur komplett zu entsagen und muss sich dem deutschen Volk anpassen: Morgens Frühstücksfernsehen, dann mit dem Köter gassi, zur Arbeit (von 08.00 bis 15.00 Uhr), nach getaner Arbeit gönnt man sich ein Bierchen, geht wieder mit dem Hund raus, schaut Abends noch Fussball, dann die Tagesschau und evtl. noch den Tatort. Am Wochenende darf man sich auch schon mal nen Frühschoppen genehmigen. Hört sich nach lauter Vorurteilen an? Pah, von wegen. Der good-old Adam Gessner, unser Ex-Nachbar, hat IMMER und NUR so gelebt, er dient hier als Vorlage mit all seinen massiven kiefer-Möbeln und Bierkrügen
Doch genug gelästert, wie erfassen die meisten Ausländer den Begriff der Integration? Und hier kommt der entscheidende Unterschied: DIE RELIGION! Andere europäische-Ausländer und auch Ausländer nach christlichem Glauben (und auch Atheisten) haben kaum Probleme mit der Integretion, da vieles (zB Gleichberechtigung der Frauen, Schulbildung für Alle, Steuern zahlen etc. pp) auch aus deren Heimatländern so ist. Sodele, und dann kommen unsere Bauern-Türken, die Kurden, andere kranke männliche Gestalten aus Ländern wie zB Jemen, Pakistan, Afghanistan, Iran usw. und schon gehen die Probleme los: "Was soll denn meine Tochter auf einer Schule, die ist schon 9 Jahre, die wird bald unseren 35jährigen Nachbarn heiraten" - "Warum soll meine Frau ihren Schleier für so ein blödes Passfoto ihr Gesicht frei machen, mit ihrer schwarzen Burka sieht die doch eh immer gleich aus?" - "Warum hat die Lehrerin meinen Söhnen kein Glas Wasser gereicht? Meine armen Jungs mussten 20min. lang Durst erleiden!!" - "Steuern zahlen? Für euer Ungläubiges Land? Ich bin doch net doof!" und so weiter und so fort.
Na, worauf will die Fetty hier wohl hinaus??
  #9  
Alt 07.07.2012, 17:48
mugen
 
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Vor dem Gesetz der Gleichheit, welches als Grundrecht in der Verfassung verankert ist, und vorausgesetzt dieses Gesetz wird in der Praxis eingehalten, lässt sich die Integrationsfrage meiner Ansicht nach auf die Beherrschung der Sprache und die Spiegelung der Bevölkerungslandschaft insbesondere auf dem öffentlichen Arbeitsmarkt verdichten. Dabei sollte Letzteres über alle Hierarchieebenen hinweg gelten und keiner künstlichen Quotenregelung folgen, wodurch das Gleichheitsprinzip verzerrt würde.

Eine Annäherung der Anteile an gleichen Bildungsabschlüssen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund könnte ebenfalls als Indikator einer gelungenen Integration gewertet werden. Allerdings muss diese Entwicklung, unter dem Postulat der Chancengleichheit für alle, sich selbst überlassen werden, ohne die Schaffung von doppelten Standards.

Die Sprache ist für Menschen mit Migrationshintergrund der wichtigste Bezug zur einheimischen Gesellschaft. Die Verständigung untereinander ist entscheidend und nicht, ob jemand nach einer traditionellen Kultur oder modernen Subkultur lebt. Sprachkurse, die mit entsprechendem Sanktionssystem einen Mindestanspruch erheben, sind daher integrationspolitisch unabdingbar. Auch gibt es weiche Faktoren wie die gegenseitige Akzeptanz, worauf Verantwortungsträger beider Gruppen etwa mit rhetorischen Mitteln beisteuern können.

Selbstverständlich erwartet der Staat von seinen Bürgern Gesetzeskonformität. Das Gesetz ist aber kein statisches Gebilde und so ergeben sich von Zeit zu Zeit Fragen, die ein Novum im Integrationsdiskurs darstellen, wie z.B. die Kopftuchdebatte oder aktuell das Beschneidungsverbot.

Der Disput über das Kopftuchverbot an Schulen spaltet die Meinungen in zwei gegensätzliche Lager. Auf der einen Seite ist das Kopftuch der Muslima ein archaisch patriarchalisches Symbol der Unterdrückung, mit der albernen Begründung der Reizverhüllung. Es steht somit im Widerspruch zum Gleichberechtigungsgebot der Verfassung. Man bedenke, die Swastika ist aufgrund ihrer negativen Konnotation in Deutschland verboten. Auf der anderen Seite präsentieren sich Muslima aber selbstbewusst und geistreich, nehmen ihr Kopftuch wahr als Teil ihrer religiösen Identität und fühlen sich dabei weder unterdrückt noch ungleichberechtigt. Auch im Christentum, Judentum und Hinduismus tragen Frauen aus religiösen Motiven ein Kopftuch. Selbst die Präambel der deutschen Verfassung beginnt mit dem Satz „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und dem Menschen“, entgegen einer weltanschaulichen Neutralität. Würde die Kleidungsneutralität nicht gewährleistet, könnte auch jemand unterrichten, der Tätowierungen im Gesicht hat wie bei Mara18. Ich denke, solange die Funktion als Lehrer gut ausgeübt wird, spielt das Optische keine Relevanz.
  #10  
Alt 08.07.2012, 01:32
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timeraiser timeraiser ist offline
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Zitat:
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Die meisten hier sehen wohl das Zusammenleben Deutscher und Türken als gescheitert an.
Hier in Deutschland? Hier in Vaybee? Hier in meinem Kopf?... :-) Auf welche Statistiken und Fakten kannst du dich berufen? Oder schließt du von den Aussagen einiger Schreiber, auf die vielen vielen Nicht-Schreiber und Viel-Leser?

Zitat:
Zitat von derkahn Beitrag anzeigen
In welchem Land ist die Integration welcher Einwanderer besonders geglückt? Habt ihr Beispiele oder ist das alles nur eine Utopie?
In Israel ist es geglückt. Weltweite Einwanderung vieler Nationen integriert in einer Sprache, einem Volk, einem Staat und 'Land'.

Es fehlt ein neues Wortgebilde als Opponent zur Integration aber paradoxer weise fällt mir als erstes nur "Land-Integration" und "Re-Integration" der Juden von Nirgends zum "Integrationalen Stammplatzt Alter RegionalAnsprüche erzwungen durch fremd-Legitimation" ein.

'durch fremd' musste leider zwangsweise integriert werden ;-)
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