Paläste
Topkapi-Palastmuseum
Der ehemalige Herrscherpalast, der zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert
Sitz der osmanischen Sulltane war, erhebt sich auf der Landzunge dort,
wo der Bosporus in das Marmarameer übergeht. Heute zählt er zu den reichsten
Museen der Welt. Im ersten Palasthof liegen unter herrlichen Bäumen die
archäologischen Museen. Im zweiten Palasthof befinden sich die Palastküchen,
die eine kostbare chinesische Porzelllansammlung sowie Kristall- und Silberwaren
beherbergen, der Harem und die Privatgemächer der Sultane. Im dritten Palasthof,
hinter dem 'Tor der Glückseligkeit', folgen der Audienzsaal, die Bibliothek
Ahmet III. mit einer Miniaturenkollektion, eine Sammlung kostbarer Herrschergewänder,
Kronjuwelen von unermeßlichem Wert und der Pavillon des Heiligen Mantels
mit Reliquien des Propheten Mohammed. (Dienstags geschlossen)
Der Dolmabahce-Palast wurde Mitte des 19. Jh. unter Sultan Abdülmecid
erbaut. Die 600 m lange Schloßfassade blickt auf den Bosporus. Beachtenswerte
Räumlichkeiten sind der Empfangssaal, dessen Plafond, an dem ein 4,5t schwerer
Kristalleuchter mit 750 Kerzen hängt, von 56 Säulen gestützt wird, der
prunkvolle Harem und eine riesige Voliere, die einst Vögel aus allen Teilen
der Welt beherbergte. Republikgründer Atatürk ist in diesem zweitgrößten
Schloß Istanbuls am 10. November 1938 gestorben. (Montags und donnerstags
geschlossen)
Der Beylerbeyi-Palast liegt am asiatischen Ufer des Bosporus
in einem riesigen Garten voller Magnolienbäume. Er wurde im 19. Jahrhundert
unter Sultan Abdülaziz erbaut und diente dem Herrscher als Sommerresidenz
sowie ausländischen Staatsgästen als Unterkunft. (Montags und donnerstags
geschlossen)
Die Yildiz-Palastanlage mit Palast, Pavillons und Moschee wurde
im 19. Jh. unter Sultan Abdülhamit II. inmitten von Blumen, Bäumen und
Sträuchern aus allen Teilen der Welt vollendet. Von hier aus bietet sich
der Bosporus in seiner ganzen Schönheit dar. Das 'Sale', der größte der
Pavillions, ist zur Besichtigung freigegeben. (Montags und donnerstags
geschlossen)
Das Göksu- oder Kücüksu-Schlösschen
Von Sultan Abdülmecid wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Grundstein
zu dieser bezaubernden Sommerresidenz am Göksu (Kücüksu) gelegt, der in
den Bosporus mündet. (Montags und donnerstags geschlossen)
Das Aynalikavak-Schlösschen
1718 erbaut und einige Male restauriert, erhielt seinen Namen wegen
der vielen Spiegel, die seine Wände schmücken und ein Geschenk Venedigs
für den Sultan waren. Dieses Schloß ist eines der schönsten Beispiele der
traditionellen türkischen Architektur. (Montags und donnerstags geschlossen)
Das Ihlamur-Schlösschen steht in einem großen Park voller Lindenbäume,
die ihm den Namen gaben, und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Im Hauptgebäude,
dem 'Merasim-Pavillon', lagen die Zeremonien- und Privaträume des Sultans,
der 'Maiyet-Pavillon' beherbergte den Harem und hohe Würdenträger des Hofes.
(Montags und donnerstags geschlossen)
Die Maslak-Pavillons wurden unter Sultan Abdülaziz als Jagdschlößchen
gebaut. Auf einem Hügel steht das 'Limonluk' oder Gewächshaus. (Montags
und donnerstags geschlossen)
Die Florya-Atatürk-Seevilla in Florya hat einen T-förmigen Grundriß
und steht auf Pfeilern im Meer. Sie wurde 1935 gebaut und war die Sommerresidenz
Atatürks und einiger seiner Nachfolger. (Montags und donnerstags geschlossen)
Moscheen
Die Imperiale Sultan Ahmet- oder Blaue Moschee wurde in den
Jahren 1609 - 1616 von Baumeister Mehmet für Sultan Ahmet l. erbaut. Sie
steht gegenüber der Hagia Sophia im Sultanahmet - Quartier und ist mit
ihren sechs Minaretten eine der schönsten imperialen Moscheen der Stadt.
Bemerkenswert ist die harmonische Anordnung der Kuppeln und die Innenverkleidung
mit überwiegend blauen Kacheln. An Sommerabenden finden audio-visuelle
Programme in verschiedenen Sprachen statt.
Die Imperiale Süleymaniye von Sultan Süleyman dem Gesetzgeber
mit den Grabmälern des Bauherrn, seiner Frau Roxelane und des Mimar Sinan
gilt als die schönste und vollkommenste imperiale Moschee Istanbuls und
entstand zwischen 1550 - 1557 nach den Plänen des Meisterarchitekten Sinan,
wobei man annimmt, daß er mit diesem Werk die Hagia Sophia übertreffen
wollte. Die sich auf einem der Hügel Istanbuls erhebende Moschee mit ihren
vier Minaretten hat eine kunstvoll gemeißelte Kanzel und Gebetsnische und
prachtvolle Glasmalereien. Der Moscheenkomplex umfaßt eine Armenküche,
eine medizinische Schule, eine Medresse, ein Hospiz, eine Karawanserei
und ein Bad.
Die Rüstempasa-Moschee ist ebenfalls ein Werk des berühmten Sinan,
wurde im Auftrag von Rüstem Papa, dem Großwesir Sultan Süleymans, im Jahre
1561 erbaut und ist vor allem wegen ihrer vortrefflichen Iznik-Fayencen
bekannt.
Die Imperiale Fatih-Moschee mit dem Grabmal des Eroberers von
Istanbul, Fatih Sultan Mehmet, erhebt sich auf einem der vielen Hügel der
Stadt. Sie wurde zwischen 1463 und 1470 erbaut. Die imperiale Anlage umfaßt
Medressen, eine Armenküche, ein Hospiz, Bäder, eine Karawanserei und eine
Bibliothek.
Die Eyüp-Moschee liegt, umgeben von den Gräbern islamischer Heiliger
und hoher Würdenträger, am Goldenen Horn. Sie wurde als die erste Moschee
nach der Eroberung Istanbuls unter Sultan Mehmet II. gebaut. Zu dem Komplex
gehört auch das Grabmonument Eyüps, der als Bannerträger des Propheten
bei der Belagerung Konstantinopels im Jahre 670 fiel. Es ist mit kostbaren
Fayencen ausgestattet und Stätte der Andacht und Hoffnung der Gläubigen.
Die Yeni Moschee In dieser in den Jahren 1597- 1663 gebauten
und in Eminönü gegenüber der Galatabrücke gelegenen Moschee sind der Brunnen
für die rituellen Waschungen im Innenhof und die schönen Iznik-Fayencen
im Sultanspavillon, der mit der Sultansloge verbunden ist, sehenswert.
Die Sokollu Mehmet Pasa-Moschee an einem Hang unterhalb des Sultanahmet-Platzes
ist ein Werk des berühmten Baumeisters Sinan aus dem 16. Jh. mit wunderbaren
Kacheln an Gebetsnische und Kanzel eine der schönsten osmanischen Moscheen
der Stadt.
Die Mihriman Sultan-Moschee (Edirnekapi) wurde 1555 für Mihrihmah
Sultan, Tochter Sultan Süleyman des Prächtigen, von Mimar Sinan errichtet.
Ihr Merkmal ist die Fülle des Lichtes, das durch 161 Fenster, die in drei
Reihen übereinander liegen, in das Moscheeninnere flutet.