Unterirdische Stadt In der Unterstadt stößt man auf die Reste der byzantinischen Burg Belikoma
Kalesi (jetzt Kloster), die einst von Sultan Osman (1299-1326), dem Sohn
Ertuðruls erobert wurde. Die dabei gefangene schöne Nilphur wurde die Gemahlin
seines Sohnes Osman. Die achtbögige Brücke über den Karasu- Fluss stammt
vom berühmten Baumeister Sinan (1490-1588).
Edebalý Türbesi Das Mausoleum des Glaubenshelden (Gazi) und Kampfgefährten des osmanischen
Urvaters Ertuðrul befindet sich zusammen mit weiteren Gräbern bedeutender
Kampfgefährten und Frauen der frühen osmanischen Geschichte in schöner
Lage unweit der Orhan Camii unterhalb der Stadt.
Orhan Camii Diese schlichte frühosmanische Einraum- Kuppelmoschee (1./14.Jh.) liegt
unterhalb der Stadt. Wegen ihrer Entstehung in der frühesten osmanischen
Gründungszeit ist sie für Türken sehr bedeutsam. Das ursprüngliche Minarett
steht nur noch als Stumpf abseits des Baus vor einem Fels. Die beiden neuen
Minarette sind spätere Anbauten des 19. Jahrhunderts. Der historische Uhrturm
(Saatkulesi) ýst ebenfalls einen Besuch wert.
Söðüt Etwa 25 km von Bilecik liegt an der alten Fernroute von Eskiþehir nach
Ýznik, am Platz des antiken Thebasion, die Kreisstadt Söðüt, die vor der
osmanischen Eroberung Sitz des Ogusenführers Ertuðrul war. Zu besichtigen
gibt es die Ertugrul Gazi Türbe (Grabmal) mit anschließenden Bauten (1281)
und u.a. die Celebi Mehmet Moschee (1420), die Hamidiye Moschee (1915)
und der Kaymakam- Brunnen, welcher mit den berühmten Kütahya-Kacheln ausgestattet
ist (1919). Empfehlenswert ist auch das Ethnographische Museum von Sögüt.