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Alt 11.06.2009, 16:20
GoerenBilir
 
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Zitat von damia Beitrag anzeigen
"Die Frage, ob man ein glücklicher Single ist, wir meist mit Ja beantwortet. Denn niemand, der richtig geliebt hat, kann behaupten, dass das Singleleben das erstebenswerte ist."

Das glaube ich auch.
Man kann das Singleleben nicht als *schön* bezeichnen, nur gewöhnt man sich nach einer Weile an einen Trott, von dem man nur schwer wieder rauskommt. Man desensibilisert vllt durch Intensive Ablenkung von dieem THema? Wie es bei anderen ist, weiss ich nicht. Nur muss bei mir schnell eine Sympathie aufkommen, die es ermöglicht, dass ich dann eine tiefere Nähe zulasse. Dann bemühe ich mich auch darum, sie zu intensivieren, indem ich mich mehr öffne, weil ich vetraue. ...Dieser "Vorgang" zeigt sich nur mittlerweile sehr selten, da ich einfach keine Zeit habe, mich in derart schöne Emotionen reinzusteigern. Ich blockiere dann frühzeitig und vll unbewusst.
Das ist das Problem von vielen Frauen, die noch in der beruflichen Ausbildung sind und das eine nicht mit dem anderen unter einen Hut bringen können. Ab einem bestimmten Alter wird es dann schwierig, jemanden kennenzulernen, glaube ich, da viele dann bereits vergeben sind.
Dieses Alter hab ich zwar noch nicht erreicht, aber ich wüsste jetzt auch nicht, wo ich einen Kompromiss einschlagen könnte, dem zukünftig doch zu entgehen. Diese Form von Multitasking liegt vielen Frauen, mir nicht.
Oder sie führen eine Beziehung, um einfach nicht *allein zu sein*, aber das wäre mir z.B. zu oberflächlich.
Es gibt imgrunde nichts schöneres, als wenn man jemanden wirklich liebt und das auch zurückbekommt. Und dieses Verlangen nach der Nähe des anderen vergeht bei wahrer Liebe auch nach den ersten Phase nicht.

Wer Nähe nicht verträgt, hat entweder den Falschen, oder selbst ein Problem, sie zuzulassen, vll ohne es zu merken.
Es heisst, dass Glück der Momemt ist, wo der Schrecken eine Pause macht. Man darf nicht dem Irrtum verfallen, dass eine Partnerschaft nur aus Sonnenschein und Regenbogen besteht. Viele Leute sind von den Hollywood-Liebesfilmen medial-dedoktiv dermaßen geprägt, dass sie für die alltägliche Liebesbeziehung nicht mehr imstande sind. In einer Beziehung gibt es recht viele Fallstricke und gerade in der Zeit wo man glaubt, der Alltag sei eingekehrt gehen diese in die Brüche. Daher sollte zunächst erstmal ernsthaft eingeschätzt werden, was man in eine Beziehung bereit wäre zu investieren und was man auch von einer Beziehung erwartet. Liebe ist nicht, wenn zwei Menschen sich händchenhaltend in die Augen schauen, sondern gemeinsam in eine Zukunft, in eine Richtung blicken.
Arbeit, Karriere und die gestaltung einer materiellen Zukunft sind die Rahmenbedingungen. Doch dürfen solche Dinge der Liebe nicht im Wege stehen. Denn gerade die Liebe ist das Gefühl, dass uns zu Menschen macht. Durch sie können wir andere verletzen oder sind selbst verletzbar und das alles in einem Atemzug. Diese Gefühle entstehen von Mensch zu Mensch und bekanntlich neigen die Menschen dazu Fehler zu machen. Doch wer nie Fehler gemacht hat und hingefallen ist, der muss wohl Zeit seines Lebens auf dem Bauch gekrochen sein. Die Liebe geht Hand in Hand einher mit menschlicher Reife. Je mehr man wirklich lieben kann desto mehr reifen wir auch charakterlich.
Ein kluger Zimmermann, 33 Jahre alt, hatte mal vor geraumer Zeit, etwa vor 2009 Jahren mal gesagt, der Mensch lebt nicht nur von Brot allein..Weise Worte, fast schon philosophischen Ausmaßes