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Alt 21.06.2005, 23:41
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frankenstein frankenstein ist offline
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</a> Die Türkische Minderheit Von West Thrazien

Man vermutet, daß die Einwohnerzahl der moslimisch - türkischen Minderheiten in West Thrazien bei rund 150.000 liegt. Nach den Lausanner Dokumenten lag die türkische Einwohnerzahl im Jahre 1923 in West Thrazien bei 129.120 und bildete zu 68% die Einwohnerzahl in diesem Gebiet. Heute bildet sie mit 150.000 Einwohnern nur 35% der Bevölkerung in diesem Gebiet. In den Jahren,als der Lausanner Friedensvertrag unterschrieben wurde und nach den Dokumenten der Lausanner Konferenz besaßen die Minderheiten 84% des Landes, heute dagegen liegt dieser Landbestiz bei 20%.

Um die moslimisch - türkische Minderheit aus West Thrazien vollständig aufzulösen, indem sie sie aussiedeln oder assimilieren ließen, wendete Griechenland folgende Strategie an:

- Sie akzeptierte nicht, daß die aus Türken, Pomaken und Zigeunern gebildete Gruppe keine homogene Minderheit war und bereitete somit den Grund für die Verteilungen vor.

- Sie akzeptierte ausschließlich die religiöse Identität der Minderheit und schwächte somit die ethnische Identität, also auch den Bezug zur Türkei, und realisierte damit die oben erwähnte Verteilung.

- Sie machte die Umsiedlungen schmackhaft um somit die wirtschaftliche Entwicklung der Minderheiten zu blockieren und um die soziale Sicherheit und die Unterstützung zu schwächen.

Die Mittel dieser Politik waren folgende:

- Paragraph 19 des Bürgergesetzbuches, daß am 11. Juni 1998 aufgehebt wurde, wurde von 1955 bis 1988 systematisch als Mittel dafür benutzt, damit die türkische Minderheit immer in ,,akzeptablem" Bereich bleibt. Durch dieses Gesetz verloren rund 60.000 Türken in West - Thrazien das Recht auf die Staatsbürgerschaft.

- Die ,,verbotene Zone", die die Assimilation der Minderheiten vereinfachte

- Die Beaufsichtigung der untragbaren Waren, um zu verhindern, daß sie mächtiger wurden, und mit der Sozialisierung nahmen sie der Minderheit das Landbesitz weg.

DIE AUFHEBUNG VON PARAGRAPH 19 IM GRIECHISCHEN BÜRGERGESETZBUCHES

In Paragraph 19 im griechischen Bürgergesetzbuches hieß es wortwörtlich:

,,Falls eine Person, dessen Herkunft nicht aus Griechenland stammt, die Absicht hat, Griechenland zu verlassen, ohne jemals wieder zurückzukehren, kann man das Urteil fällen, daß diese Person das Recht auf die griechische Staatsangehörigkeit verliert. Dieses Urteil kann man auch bei den im Ausland geborenen und dort seßhaften Griechen, die nicht zu den ethnischen Griechen anghören, anwenden. Man kann auch bekanntgeben, daß dijenigen Kinder, die im Ausland leben, nicht volljährig sind und dessen Eltern, Väter oder auch Mütter, die das Recht auf die Staatsangehörigkeit verloren haben,auch das Recht verlieren. Zur Unterstützung der Entscheidung des Bürgerrates hinsichtlich dieses Themas fällt der Innenminister dieses Urteil.

Dieses Paragraph, daß zur Aberkennung der Staatsangehörigkeit der türkischen Minderheiten im West Thrazien Gebiet verwendet wurde, nahm zwischen den griechischen Staatsangehörigkeiten, die ,,ethnische Herkunft" als Kriterium und trennte die ,,aus Griechenland stammenden" und die ,,nicht aus Griechenland stammenden". Mit diesem Paragraphen wurden Personen, die willkürlich von der Staatsangehörigkeit aberkannt wurden, keine Mitteilung geschickt. Unsere Volksgenossen erfuhren erst an den Grenzen, daß sie aberkannt wurden und bekamen auch nicht die Erlaubnis nach Griechenland zurückzugehen, um gegen diese getroffene Entschiedung Einspruch zu erheben. Man vermutet, daß rund 60.000 Volksgenossen auf dieser Art und Weise ihr Recht auf die griechische Staatsangehörigkeit verloren haben.

Das griechischen Parlament teilte am 11. Juni 1998 mit, daß sie beschlossen, Paragraph 19 aufzuheben. Außerdem gab sie, entgegengesetzt der Erwartungen von tausenden heimatlosen Volksgenossen, bekannt, daß die Aufhebung des Paragraphen die vorrigen Aberkennungen nicht beeinflußen werden, also den heimatlosen Volksgenossen die usurpierten Staatsangehörigkeitsrechte nicht wiedergegeben werde.

Der Platz, der sich nördlich der ost-west Linie , parallell zur Thrazisch - Bulgarischen Grenze, befand, 20 - 30 km. breit war, ein Drittel dieses Gebietes umfasste und in dem lediglich unsere Volksgenossen lebten, wurde im kalten Krieg als ,,millitärische Verbotszone" bekanntgegeben.

Der damalige Minister für die Nationale Verteidigung Arsenis gab bei seinem Besuch im Jahre 1995 in West - Thrazien bekannt, daß er die ,,verbotene Zone" aufheben werde. Obwohl man Einwilligung für den Eingang und Ausgang der griechischen Bürger, die außerhalb des militärischen Kontrollpunktes und außerhalb dieses Gebietes wohnten, aufgehebt hatte, gab es keine weitere Entwicklung mehr von der Erklärung Arsenis. Noch immer müssen Ausländer, die die ,,verbotene Zone" besuchen wollen, die Einwilligung von der lokalen Behörde bekommen.

Zweifelos wurde diese verbotene Zone zum abstrahieren der Minderheit von anderen Einwohnern und der Außenwelt gemacht, nicht nur um sie vor kommunistischen Eindringlingen zu schützen. Denn nach der PASOK Regierung, die seit Anfang der 80"er Jahre die Auffassung verteidigt, daß die Bedrohung nicht aus dem Norden sondern aus dem Westen kommt, müßte die Existenz dieses Gebietes nach dieser Feststellung abgeschlossen sein.

DIE DURCHFÜHRUNG IM GRENZGEBIET

Mehr als die Hälfte des griechischen Landes, in dem sich auch West Thrazien befand, wurde mit dem 1366. Gesetz im Jahre 1938 als Grenzgebiet bekanntgegeben. In diesem Gebiet mußten die griechischen Bürger, die untragbare Sachen kaufen oder verkaufen wollten, von den Komissionen, die in den zuständigen Provinzen für diesen Zweck gegründet wurden, um Erlaubnis bitten.

Seit 4-5 erlaubt man ab und zu den Verkauf von untragbaren Waren der Minderheiten unter sich oder zwischen Griechen und Minderheiten. Aber um von solchen Vekäufen abzubringen, fällt man verschiedene Maßnahmen, und verzögert diese Erlaubnis Monate lang.

DER VERSTOß GEGEN DIE MINDERHEITSRECHTE TROTZ DES LAUSANNER ABKOMMENS

a) Die Erziehung

Nach dem Abkommen im Jahre 1953 zwischen Griechenland und der Türkei wurden jedes Jahr 25 Lehrer in West - Thrazien und Istanbul ausgetauscht. Später erhöhte man im Jahre 1955 die Lehrerzahl auf 35. Aber nach einer bestimmten Zeit fing Griechenland an, die Zahl der Lehrer aus der Türkei für die Minderheitsschulen in West - Thrazien zu verringern und gab nur noch 16 Lehrern ein Visum.

b) Die Religion

Da Griechenland kein laizistisches Land war, spielten die religiösen Gesellschaften im Alltag eine gerichtliche und soziale Rolle. Die Religion, die Gewissenfreiheit und Rechte waren im Lausanner Abkommen mit generellen Ausdrücken festgelegt.

Der Text der religiösen Gesellschaften der türkischen Minderheit West - Thraziens war das Athener Abkommen im Jahre 1913. Dieses Abkommen wurde mit Gesetz Nummer 2345 im Jahre 1920 ein Teil des juristischen Systems von Griechenland. Nach dieser Justiz darf die türkische Minderheit in West - Thrazien ihre religiösen Gesellschaften mit freiem Willen bilden und ihre Muftis mit Wahlen verpflichten.

Griechenland hebte in letzter Zeit dieses Gesetz auf und setzte ein neues Gesetz in Kraft, daß vorsah, daß man die Muftis berufen müßte. Aber man sieht offen, daß diese Veränderung die Vertragsverpflichtigungen von Griechenland nicht beseitigt hat. Somit verstoß Griechenland gegen das Athener Abkommen und mit Gesetz 590/77, daß der griechischen Kirche die Metropoliten erlaubte, und mit Gesetz 2456/20, daß der türkischen Minderheit nicht das Wahlrecht gab, daß die Griechen hatten um ihre Führer und Rabbiner innerhalb der greichischen Religionsgemeinschaften zu wählen, gegen Paragraph 40 im Lausanner Abkommen.

Als nach dem Tod der Muftis in Xanthi und Komotini die griechischen Behörden, trotz der Forderung der Minderheit, die Wahlen, nac Gestz 2345, nicht organisierte, organisierte die Minderheit in Xanthis und Komotini ihre Wahlen alleine und wählte zwei Muftis. Hierauf hebte Griechenland das Gesetz 2345 auf. Die griechische Regierung beeinflußte den Mufti von Xanthis, Mehmet Emin Aga, und den Mufti in Komotini, Ibrahim Þerif, indem sie ihnen mit Gerichtsstrafen und Gefängnisstrafen drohte. Gegen den Mufti aus Xanthi liefen bis jetzt insgesamt 15 Prozeße. Der Mufti von Xanthi, dessen 11 Prozeße noch führen, wurde zu 98 Monaten ( 8 Jahren ) Haft verurteilt.

Immer noch gibt es in Xanthi und in Komotini je zwei Muftis, die die Verwaltung auf eigener Initiative gewählt und akzeptiert hat, die jedoch von der Minderheit nicht bewilligt wird.

Die religiösen Gemeinschaften und die Verwaltungsräte für die frommen Stiftungen

Gemäß Paragraph 40 des Lausanner Abkommens hatte die türkische Minderheit in West - Thrazien die gleichen Rechte, Wohltatsgemeinschaften, religiöse und soziale Institutionen, Schulen und Erziehungsinstitutionen ähnlicher art zu gründen, zu regieren und zu kontrollieren, solange sie diese Ausgaben selbst bezahlten. In diesen Institutionen durften sie ihre eigene Sprache frei benutzen und ihre religiösen Feiern nachgehen.

Der Grieche Junta, der nach dem Staatsschlag am 21. April 1967 zur Führung kam, entließ die Verwaltungsräte, die mit den Wahlen beruft wurden, und brachte seine eigenen Leute an diese Stellen. Das Vermögen der frommen Stiftungen von Xanthis wurden im Jahre 1976 noch immer von einem Beamten verwaltet, der von der Junta - Herrschaft in Griechenland beruft wurde. In Komotini aber wurde nach der Kündigung im Jahre 1989 des Beamten, der von der Junta - Herrschaft in Griechenland berufen wurde, diese Stelle einem Mufti übergeben, den man als den Kontrolleur der Verwaltung der religiösen Gemeinschaft bezeichnete.

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