Unternehmen an der türkisch-syrischen Grenze in Not

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Unternehmerverbände im Osten und Südosten der Türkei fordern die Führer der etablierten Parteien auf, so bald wie möglich eine Koalition zur Bildung einer neuen Regierung zu schließen. Die politische Instabilität hat bereits zu einer Zunahme von Anschlägen und Konflikten in der Region geführt. Die Koalitionssuche kann bis zu vier oder sechs Monate anhalten, sofern sich die Parteien nicht ernsthaft annähern.

Die Folgen bekommt der Tourismus- und das Transportwesen zu spüren. Die politische Unsicherheit im Land beeinflusst das operative Geschäft vieler Unternehmen, sagt Eyüp Bartik, Leiter der Handelskammer in Gaziantep.

Laut Bartik belaste die politische Lage in erster Linie den Tourismus in Gaziantep. Die Verwaltung habe in den vergangenen Jahren viel für die Belebung des Tourismus getan und sehe die ersten Früchte der Arbeit. Aktuell sehe man, dass viele Reiseveranstalter ihre Buchungen aus Sicherheitsgründen stornieren.

Der Export und das Transportwesen seien länger unter Druck und hätten schon Einbußen hinnehmen müssen. Die jetzige Situation sei extrem.

Der Leiter der Handelskammer für Industrie in Gaziantep, Adil Sani Konukoglu, drängt auf Sofortmaßnahmen. Man könne nicht länger auf Entscheidungen warten. Schließlich ginge es um Existenzen. Eine neue Regierung müsse daher so schnell wie möglich gebildet werden.