Türkisches AKW in Mersin soll erdbebensicher sein

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Beim Bau des ersten türkischen Atomkraftwerkes im Raum von Akkuyu, Provinz Mersin (im Südosten des Landes), sollen laut dem Chef des russischen Projektunternehmens Akkuyu Nuclear Power Plant JSC, Alexander Superfin, verschiedene Risikofaktoren, darunter auch die Möglichkeit eines Erdbebens der Stärke 9 nach der Richterskala, berücksichtigt werden.

Das russisch-türkische Regierungsabkommen vom 12. Mai 2010 über den Bau und den Betrieb der Atomenergieanlage sieht die Montage von 4 Energieblöcken nach dem russischen Projekt AES-2006 von je 1,2 Gigawatt Leistung vor. Die Baukosten werden auf insgesamt 20 Milliarden US-Dollar geschätzt.

"Nach der Naturkatastrophe in Japan revidieren wir erneut die (Sicherheits-)Standards. Das AKW-Projekt in der Türkei soll entsprechend den höchsten Kriterien der Erdbebensicherheit umgesetzt werden", sagte Superfin.

Der Unternehmenschef teilte mit, dass die Arbeiten zur Umsetzung des Projektes in Gemeinschaft mit der türkischen Atomenergie-Agentur (TAEK) geführt werden.

Laut Superfin soll das AKW Akkuyu mit zahlreichen Sicherheitssystemen, wie es sie im japanischen AKW Fukushima nicht gebe, ausgestattet werden. "In Bezug auf die Erdbebensicherheit soll das AKW zuverlässiger sein als das japanische und einer Tsunami-Welle und sonstigen eventuellen Havarien, etwa einem Flugzeugabsturz, standhalten", sagte der Unternehmenschef.

Superfin teilte mit, dass in diesem Monat im Raum von Akkuyu ingenieurtechnische Erkundungsarbeiten unter Teilnahme von russischen Fachleuten aufgenommen werden. Der Baubeginn sei für Mitte 2013 angesetzt. Im Jahr 2019 solle der erste Energieblock des Atomkraftwerkes in Betrieb genommen werden.