Türkei will Gasliefervertrag mit Russland aufheben

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Die Türkei erwägt den seit 25 Jahren bestehenden Liefervertrag für Gas aus Russland zu kündigen, um so Russland und Gazprom dazu zu bewegen, die Gaspreise zu senken.

Taner Yildiz, der Minister für Energie teilte mit, dass der bestehende Gasliefervertrag auf Staatsebene keine Verlängerung erfahren wird. Unternehmen müssen sich ab dann mit dem Lieferanten Gazprom direkt verständigen. Als ausschlaggebenden Grund nannte Yildiz die zu hohen Gaspreise von Russland. In den vergangenen 3 Jahren sei der Preise für Erdgas um 40% angestiegen. Die Türkei will diese Preisspirale nicht mehr hinnehmen. Am Donnerstag verkündete Taner Yildiz daher in Ankara, dass der Vertrag zwischen Türkei und Russland neu verhandelt werden müsse. Der Minister fügte hinzu, wenn wir die erwünschte Preissenkung nicht erhalten, wird die Zusammenarbeit beendet. Die Türkei sei dazu bereit Verhandlungen mit Russland über eine Reduzierung der Kosten zu führen, so Yildiz. Gazprom ist der Hauptlieferant für Erdgas in die Türkei. Rund 67% bezieht die Türkei von der russischen Gasfirma. Ende dieses Jahres läuft der Vertrag mit Gazprom aus und die Türkei will diesen nicht verlängern, sofern keine Preissenkung erfolgt.

Seit Juli 2011 hat Italien aufgrund eines Gerichtsurteils günstigere Erdgaspreise bei Gazprom durchgesetzt. Nun will die Türkei nachziehen.