Türkei: Türkische Lira unter Druck

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Der Wind am Markt für Schwellenländer-Anleihen hat sich gedreht. Bereits in den vergangenen Monaten und Wochen wurde in großem Stil von Investoren Anleihen von Lieblingsländern abgestoßen. Nicht nur für China, sondern für sämtliche Schwellenländer scheint die Zeit des Geldsegens vorbei zu sein. Seit dem Jahr 2000 brachten Schwellenländer ihren Anlegern rund 240 Prozent mehr Rendite als Investitionen in andere Regionen.

Auch für die Türkei weht nun der Wind stärker entgegen. Die ersten Anzeichen sind bereits sichtbar. Unter anderem durch die politischen Spannungen im Land getrieben, fiel die Türkische Lira am Dienstag bis nahe auf ein Mehrjahrestief, verglichen mit dem US-Dollar, von 1.9363 US-Dollar. Die türkische Zentralbank ergriff bereits am gleichen Tag erste Maßnahmen, um die Kapitalflucht aus dem Land zu stoppen. Bisher war sie die letzten 4 Jahre überwiegend damit beschäftigt, zu große Geldzuflüsse zu verhindern. Den Absturz der Türkischen Lira kurzfristig zu stoppen, gelang ihr mit Devisenmarktinterventionen.