Türkei: Kultur und Geschichte als Einnahmequelle

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Die Stadt auf zwei Kontinenten ist durch ihre historischen Monumente und bezaubernden Naturschönheiten als eine bedeutende Metropole bekannt. Die ehemalige byzantinische Kirche Hagia Sophia und der osmanische Sultanspalast Topkapi Saray sind in Istanbul die am häufigsten besuchten Orte. Diesen Stätten folgt die antike Stadt Ephesos.

Die Besucherzahlen dieser Stätten gehen jährlich in die Millionen. Hier raus resultieren für das Land beachtliche Einnahmen aus Besuchen von Museen und historischen Orten. Laut aktuellen Angaben der Museumsverwaltung sollen die Einnahmen des Kultur- und Tourismusministeriums in 2014 gegenüber 2013 um satte 39% gestiegen sein und 435 Millionen Türkische Lira (ca. 150,42 Mio. Euro) erreicht haben. Das Ministerium kalkuliert für 2015 mit weiteren Steigerungen. Rund 33 Millionen Besucher werden angenommen. Die Prognosen gehen sogar weiter. Für das Jahr 2023 wird eine wahre Flut an Besuchern erwartet. Man spekuliert mit 50 Millionen Menschen.

Auch die Zahl der Museen soll mit den Besucherströmen mithalten. Neue Stätten sollen entstehen und vorhanden ausgebaut werden. Basaran Ulusoy, Präsident des Türkischen Reiseagenturen Verbands (TÜRSAB), sagte, dass noch riesige Bestände an Kunstschätzen in den Kellern und Lagerräumen der Museen für den Besucher unerschlossen sind. Besucher würden laut Ulusoy nur rund 20% der tatsächlichen Bestände zu sehen bekommen.

Weiter sagte Ulusoy, dass die Branche trotz des schlechten Auftakts in 2015 mit Tourismuseinnahmen in Höhe von bis zu 36 Mrd. US-Dollar (32,2 Mrd. Euro) rechnet. Der Verband kalkuliert im laufenden Jahr mit rund 42 Millionen Touristen. Zu schaffen mache der Branche der Konflikte in den Nachbarländern, die schlechte Konjunktur in Russland und die wirtschaftlichen Engpässe in Europa.

Bei einem aktuellen Urlaubsnebenkostenvergleich des ADACs landet die Türkei vor Bulgarien unter acht beliebten Reiseländern auf Platz eins. Ein Testwarenkorb kostete in der Türkei im Schnitt rund 118 Euro. In Bulgarien war der Korb gut 2 Euro teurer.