Türkei: Energieunternehmen investieren in Kohlereserven

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Die Pläne der türkischen Regierung für mehr Aufmerksamkeit auf die riesigen Kohlereserven des Landes scheint bei international tätigen Energieunternehmen anzukommen. In einem offiziellen Brief an den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico seine Bereitschaft für Investitionen in der Türkei bekundet.

Ein Konsortium aus Saudi Arabien, der Slowakei und Thailand befinden sich Medienberichten zufolge in der letzten Phase ihrer Gespräche, bei den es um Investitionen in ein 5000-MW-Kohlekraftwerk geht, das im Bezirk Karapinar in der zentralanatolischen Provinz Konya entstehen wird.

Energieunternehmen planen Investition von 10 Mrd. US-Dollar

Das Konsortium plant den Einstieg in ein 5000-MW-Kohlekraftwerk, das später 8% des Strombedarfs der Türkei decken soll. Die Investitionskosten belaufen sich auf 10 Mrd. US-Dollar. Die Baufläche in Konya-Karapinar gehört der staatlichen türkischen Stromgesellschaft EUAS. Die Investmentgespräche zwischen dem saudi-arabischen Energieunternehmen ACWA und den Energieunternehmen HPP aus der Slowakei sowie der thailändischen SINGA Gruppe befinden in den Endzügen.

Dem Projekt wird größere Bedeutung beigemessen, als dem Atomkraftwerk in Akkuyu. Das rund 20 Mrd. US-Dollar schwere Akw der Türkei entsteht im Rahmen eines Abkommens mit Russland. Die Anlage in Mersin/Akkuyu wird vier Reaktoren und eine Gesamtleistung von 4800 Megawatt haben. Fertigstellung ist 2017.

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