TTIP- Handelsabkommen Thema für Türkei in Norwegen

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Der Hintergrund der Norwegenreise des türkischen Europaministers Bozkir ist wirtschaftlicher Natur. Nach seiner Ankunft kam Bozkir zunächst mit dem stellvertretenden Handelsminister Lars Jacop Hiim zusammen. Im Laufe des heutigen (05.11.2014) Tages wird der Minister im norwegischen Parlament mit weiteren Verantwortlichen zum Thema Wirtschaft zusammentreffen.

Sowohl die Türkei als auch Norwegen verfolgen das zwischen der Europäischen Union und den USA verhandelte Handelsabkommen TTIP genau. Die Türkei verfügt mit der EU über ein Abkommen zur Zollunion und Norwegen über ein Freihandelsabkommen.

Wenn das TTIP-Handelsabkommen zwischen den USA und der EU in seiner aktuellen Form, ohne einen Zusatzartikel für die Türkei, unterzeichnet wird, drohen der türkischen Wirtschaft Verluste von rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Da die Türkei in dem Fall gezwungen wäre, die Zollsteuer für US-Waren aufzuheben. Ankara hat auf die Brisanz des TTIP-Abkommens hingewiesen. Sollte TTIP doch nach heutigem Stand unterzeichnet werden, kann die Türkei gezwungen sein, die Zollunion mit der EU einzustellen.

Auf der Tagesordnung von Volkan Bozkir steht auch ein Gespräch mit seinem norwegischen Amtskollegen Vidar Holgesen. Im Institut für internationale Beziehungen ist zudem eine Rede angesetzt. Im Anschuss kommt der Europaminister im türkisch-islamischen Zentrum der türkischen Religionsanstalt mit seinen Landsleuten zusammen.

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