Süper Lig von Regierungskrise betroffen

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Der Korruptions-Skandal und die daraus resultierende Regierungskrise treffen auch die Vereine der türkischen SüperLig hart. Einigen Clubs droht bei einem weiteren Kursverfall der türkischen Lira sogar der Konkurs.

Im Jahr 2013 hat die türkische Lira rund 25 Prozent gegenüber dem Euro verloren. Nach den Protesten im Frühjahr hat jetzt der Korruptions-Skandal dafür gesorgt, dass der Kursverfall weiter geht. Für eine Euro mussten am Freitag kurzzeitig über 3,00 Türkische Lira gezahlt werden.

Viele Stars der SüperLig erhalten ihr Gehalt in Euro oder US-Dollar ausgezahlt. Der Grossteil der Einnahmen der Clubs wird aber in türkischer Lira erzielt. Dadurch haben die SüperLigisten deutlich höhere Ausgaben.

Die Topclubs Fenerbahce und Galatasaray haben jährliche Personalkosten in Höhe von 42 bis 44 Millionen Euro. Bei einem Kursverfall von 10 Prozent alleine im Dezember bedeutet das Mehrausgaben von über 4 Millionen Euro für die beiden Vereine.

Während die großen Vereine einen Teil der Einnahmen, z. B. Sponsorenverträge und Gelder aus der Champions League und Europa League auch in Euro erzielen, sind die kleineren Vereine von der Krise noch stärker betroffen. Diese Clubs erzielen die Einnahmen fast ausschließlich in türkischer Lira.