Streit um Flughafen Gazipasa

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Der Streit um den Flughafen Gazipasa wird nun vor dem türkischen Gericht ausgefochten. Türkische Medien haben in den vergangenen Tagen Artikel über den türkischen Verkehrsminister Binali Yildirim veröffentlicht und ihn darin der Falschaussage bezichtigt. Der Minister ging jetzt vor Gericht und verklagte die örtliche Zeitung Yeni Alanya und deren Chef, Mehmet Ali Dim. Ein Gericht in Ankara urteilte, dass die Zeitungsartikel falsche Behauptungen enthielten. Gleichzeitig wurde dem Minister ein Schadenersatz von 10.000 TL zugesprochen. Das Urteil erging aufgrund von Artikel 25 des Türkischen Zivilgesetzbuches, wonach die Verletzung der Ehre und der Würde einer Person unzulässig sind. Mit dieser Bestimmung sollen unfaire Angriffe auf die Persönlichkeitsrechte verhindert werden. Mehmet Ali Dim, der Publizist der Yeni Alanya, ist von dem Urteil schwer enttauscht.

Bei dem Disput geht es darum, für welche Flugzeuge der Flughafen Gazipasa eine Zulassung besitzt bzw. erhält. Die vom Verkehrsministerium erteilte Genehmigung gilt für Flugzeuge mit maximal 70 Sitzplätzen. Die Politiker der Region und die örtlichen Zeitungen behaupten regelmäßig, es sei eine Genehmigung für "Großraumflugzeuge" zugesagt worden. Das wird vom Verkehrsminister bestritten.

Am 27. April soll angeblich eine Boeing 737-500 mit 129 Sitzplätzen landen. Für eine Maschine dieser Größe hat der Flughafen Gazipasa keine Genehmigung. Laut Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Verkehrsminister Binali Yildirim wird es auch keine solche Genehmigung geben. Grund sind Sicherheitsprobleme bei der Landung solcher Maschinen.

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