Streit im Kölner Moscheebau

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Der Bau der Kölner Moschee ist durch einen Streit zwischen Ditib und dem Architekten Paul Böhm ins Stocken geraten. Die Bauherrin Ditib hat dem Architekten offiziell gekündigt. Als Kündigungsgrund nennt Ditib die explodierten Kosten, bauliche Fehler und die Tatsache, dass die aus Sichtbeton gebaute Moscheekuppel nicht weiß ist.

Der Architekt weist diese Unterstellungen zurück. Die Darstellung der Bauherrin und ihres beauftragten Gutachterbüros, es gebe cirka 2000 Baumängel und eine Kostenexplosion, seien unseriös und falsch. Er sieht in der Konfrontation ehr die Absicht, dass die Bauherrin sich auf diese Weise vom Architekturbüro Böhm trennen will.

Ex-Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma soll jetzt vermitteln. Darauf einigte sich am Donnerstag der Moschee-Beirat, der den Bau der Moschee in Ehrenfeld seit Beginn begleitet. In seiner Amtszeit war Schramma einer der Befürworter der Moschee. Als Mitglied des Moschee-Beirats hat er eine freundschaftliche Beziehung zur Ditib.

Jüngst teilte der Beirat mit, die Bauherrin und der Architekt Paul Böhm hätten sich inzwischen gesprächsbereit erklärt. Zudem seien sich beide Parteien darüber einig, dass es zu keiner Verzögerung des Eröffnungstermins der Großmoschee im Juni 2012 kommen darf.

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