Schweigeminute beim G20-Gipfel in Antalya

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Am Sonntag (15.11) hat das Treffen der Regierungschefs der einflussreichsten Nationen der Welt in Antalya begonnen. Der G20-Gipfel steht nach den schrecklichen Anschlägen von Paris am Freitag ganz im Zeichen des Terrors. Die Staatspräsidenten begannen die Veranstaltung mit einer Schweigeminute, um an die Opfer der jüngsten Terroranschläge in Paris und Ankara zu gedenken.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eröffnete den Gipfel mit einer Rede. Erdogan sagte, das die Wirtschaft nicht unabhängig von politischen und soziokulturellen Problemen und erst recht nicht von Menschenleben sei. Die Terrorangriffe in der Türkei der letzten vier Monate, die Angriffe in Paris und das Syrienproblem seien schmerzvolle Beispiele hierfür.

Erdogan rief die Staaten in der Flüchtlingskrise zu einer internationalen Kooperation und Solidarität auf, zumal die internationale Staatengemeinschaft hier versagt habe. Der Terror sei zu einer Bedrohung für alle geworden, entsprechend befürworte die Türkei eine noch kräftigere Entschlossenheit in der gemeinsamen Terrorbekämpfung.

Erdogan trifft mit US-Präsident Obama zusammen Vor dem offiziellen Beginn des G-20 Gipfels traf Erdogan mit US-Präsident Barack Obama zusammen. Die Türkei und die USA wollen auch künftig mit Entschlossenheit zusammen weiter dem Weltfrieden beitragen. Die Welt sei mit einem kollektiven Terrorismusverständnis konfrontiert, erklärte Erdogan und betonte, der Terror habe keine Religion, Rasse, Nation und Heimat. Wie in Paris seien auch die Anschläge in Ankara, Gaziantep, Suruc und Diyarbakir vom kollektiven Terror verübt worden.

Obama sagte, das im Kampf gegen die Terrororganisation IS und bei der Lösung der Syrienkrise die Türkei ein sehr wichtiger Partner sei.