Satellit GÖKTÜRK 1: Spannung zwischen Ankara und Paris

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Vor Kurzem hat die Türkei ihren Aufklärungs- und Überwachungssatellit "Göktürk 2" ins Weltall befördert. Mit dem Vorgänger Satellit "Göktürk 1", das wesentlich moderner in der Technik wird, steht Ankara mit dem Produktionsland Frankreich in diplomatischen Spannungen.

Tel Aviv versucht über intensive Lobbyarbeiten in Paris auf die Nutzung von Göktürk 1 Einfluss zu nehmen. Der Satellit wird für die Terrorbekämpfung der Türkei eine wichtige Stütze. Israel möchte durch seine Lobby-Arbeit in Paris verhindern, dass Göktürk 1 israelisches Territorium beobachten kann. Türkische Behörden möchten sich jedoch für die Nutzung ihres Satelliten nichts vorschreiben lassen.

Für den Bau des Aufklärungs- und Überwachungssatelliten Göktürk 1 hat die Türkei 2009 mit der italienischen Firma Telespazio einen Vertrag unterzeichnet, der den Transport des Satelliten für 2013 ins Weltall vorsieht. Telespazio zog die französische Firma Thales in die Produktion mit ein. Telespazio baut das Bodensystem und das französische Unternehmen Thales fertigte den Satelliten. Bei der Fertigung konnte Thales einigen Ausschreibungspunkten nicht nachkommen. Die Türkei wollte das Projekt hierdurch nicht abbrechen oder verzögern und setzte sich für eine Lösung der Probleme ein.

Die jüngste Entwicklung und die diplomatische Situation des Projekts-Göktürk 1 soll in der ersten Woche 2013 auf der Versammlung des Durchführungskomitees der Verteidigungsindustrie mit dem türkischen Ministerpräsidenten beraten werden.

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