Sanem Celik ist wieder da

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Nachdem Sanem Celik aus Scham über ihre aufgeflogene Affäre mit dem verheirateten Produzenten Kudret Sabanci die Türkei verlassen hatte, feiert sie bald schon ihr Comeback. Die TV-Schauspielerin, die wegen ihrer Hauptrolle in der Serie "Aliye" als Sauberfrau galt, kehrt mit der TV-Serie "Güldünya" zurück.

Die Dreharbeiten zu der Serie, die das Problem der Ehrenmorde thematisieren will, beginnen im Oktober dieses Jahres. Neben Sanem Celik spielt Timucin Esen eine weitere Hauptrolle. Regie führt Ömür Atay. Medienberichten zufolge werden die Serienmacher das Schicksal von Güldünya Tören nicht eins zu eins übernehmen. Der Fokus bleibe aber auf dem Martyrium der weiblichen Hauptfigur.

Symbol für den Kampf gegen Ehrenmorde Der Fall "Güldünya" gilt in der Türkei als Symbol für den Kampf gegen Ehrenmorde. Nachdem die unverheiratete Güldünya Tören (22) von einem angeheirateten Vetter schwanger wurde, schickte ihre Familie sie aus Scham zu einem Onkel nach Istanbul. Dort begann ihr Martyrium. Ein Bruder gab ihr einen Strick, damit sie sich erhänge. Doch Güldünya floh und bat die Polizei um Schutz. Die Polizei glaubte jedoch nicht daran, dass die männlichen Familienmitglieder weitere Mordabsichten hegten. Die Situation spitzte sich zu. Drei Monate nach dem Güldünya entbunden hatte, erschoss sie ein Bruder auf offener Straße. Im Krankenhaus bat Güldünya die Polizei erneut um Schutz. Doch der wurde ihr versagt. Ihr Bruder blieb auf freiem Fuß und noch in der gleichen Nacht drang er in ihr unbewachtes Zimmer ein und schoss seiner Schwester in den Kopf.

Das Schicksal von Güldünya Tören sorgte in der Türkei für Aufsehen, weil er die familiäre Gewalt an Frauen in der türkischen Provinz in den Mittelpunkt stellte. Massive Kritik wurde vor allem am Verhalten der Polizei laut, die sich damit zu entschuldigen versuchte, dass sie nicht jedem Kranken, der eingeliefert werde, einen Polizisten ans Bett stellen könne.

Bilder von Sanem Celik sehen Sie in der Slideshow.

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