Rückgabe der Sphinx von Hattuscha in Sicht

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Im April sollen Gespräche über die Sphinx von Hattuscha stattfinden. Die Türkei fordert die Skultptur zurück. Die Rückgabe der kostbaren Sphinx aus dem Berliner Pergamonmuseum an die Türkei ist wahrscheinlich. Das sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nach einem Gespräch mit dem türkischen Kulturminister Ertugrul Günay.

Günay hatte die Rückgabe der Sphinx bis Juni gefordert und gedroht, sonst würden dem Deutschen Archäologischen Institut die Grabungsrechte in Hattuscha entzogen. Die Sphinx von Hattuscha wurde 1907 bei türkischen Grabungen gefunden, an denen deutsche Archäologen beteiligt waren. 1915 wurde sie zur Restaurierung und wissenschaftlichen Erforschung an das Vorderasiatische Museum nach Berlin geschickt.

Seit 1934 steht sie in Berlin. Die Türkei hatte die Skulptur seit 1938 mehrfach zurückgefordert. Anders als sonst oft üblich hatte es bei den Ausgrabungen in Hattuscha keine Fundteilung gegeben. Dabei wird vereinbart, welche Fundstücke die ausländischen Geldgeber mitnehmen dürfen und was im Heimatland bleibt. Die Nofretete beispielsweise wurde der deutschen Seite ausdrücklich zugesprochen.