Regierungskrise: Türkische Lira verliert an Wert

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Der Korruptionsskandal in der Türkei erschüttert nicht nur die Regierung, sondern auch die türkische Wirtschaft. Viele Investoren sind verunsichert und haben das Vertrauen verloren. Sie ziehen ihr Geld ab und bringen es in Sicherheit. Am 27.12 erreichte die Landeswährung TL im Handel ein Rekordtief. Für einen Euro mussten erstmals über 3,00 Türkische Lira gezahlt werden.

Unterdessen werden die Korruptions-Ermittlungen in der Braubranche auf immer mehr Unternehmen ausgeweitet. Die Bauwirtschaft des Landes ist eines der wichtigsten Wirtschaftssäulen. Viele Immobilien sind mit Hypotheken belastet. Die auf Kredit finanzierte Immobilienblase könnte platzen.

Die Türkei hat seit vielen Jahren ein hohes Leistungsbilanzdefizit von jährlich über 60 Milliarden Euro. Das sind rund 10 Prozent des türkischen Bruttosozialprodukts. Der Index an der Istanbuler Börse ist in einer Woche um 14 Prozent gefallen.

Investoren erwarten bei ihrem Engagement politische Stabilität. Die Stabilität der letzten 11 Jahre gilt es fortzusetzen.