Özgecan Aslan: Brutaler Mord an Studentin erschüttert Türkei

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Die Türkei trauert um die 20-jährige Studentin Özgecan Aslan. Özgecan war auf dem Weg vom Einkaufszentrum nach Hause verschwunden, nachdem ihre Freundin sich in einem Kleinbus von ihr verabschiedet hatte.

Die Gendarmerie stieß rein zufällig auf die Spur des Täters. Der Täter hatte bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle ein Verkehrsschild missachtet. Der Fahrer des Kleinbusses macht sich damit auffällig bei der Gendarmerie, worauf das Fahrzeug gestoppt wurde. Bei der Fahrzeugkontrolle fielen die Blutflecken im Innenraum auf. Auf die Frage, woher diese stammen, antwortet der Fahrer, dass sie von einem Streit unter den Passagieren entstanden seien.

Doch der Fahrer war für die Beamten in Verbindung mit der aktuellen Vermisstenanzeige der jungen Frau verdächtig. Der Fahrer wurde bei der Kontrolle festgehalten. Bei einem weiteren Verhör auf der Polizeistation gestand der Fahrer seine blutrünstige Tat. Er gestand, dass er versucht habe die Studentin im Bus zu vergewaltigen. Doch nachdem diese sich gewehrt habe, habe er versucht, sie mit heftigen Tritten gefügig zu machen. Vorauf das Opfer ohnmächtig geworden sei. Dann habe er der 20-jährige mit dem Messer die Schlagader aufgeschnitten und sie getötet. Um seine Tat zu verschleiern und die Spuren zu beseitigen, habe er die Leiche verbrannt und eine Klippe hinunter geworfen.

Neben dem Haupttäter Ahmet Suphi A. wurde auch sein Vater Necmettin A. und der Freund Fatih G verhaftet. Sie sollen bei der Beseitigung der Leiche geholfen haben.

Höchststrafe für Özgecan Aslans Täter geforder

Die blutrünstige Tat an der jungen Studentin Özgecan Aslan, die mit ihrer Familie in Mersin Tarsus lebte und dort an der Cag Universität für Kunst und Naturwissenschaften im ersten Semester Psychologie studierte, sorgt im ganzen Land für tiefe Trauer, Empörung und Wut.

Türkische Politiker aller Parteien brachten der Familie ihr Beileid zum Ausdruck. In einer Petition fordern seit zwei Tagen über 600.000 Menschen, darunter zahlreiche Studenten, die höchstmögliche Bestrafung des Täters.

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