Istanbuler Kult-Clubs

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Es gibt nicht viele "It-Clubs" in der pulsierenden 15-Millionen Metropole Istanbul, die sich über Jahre tapfer gehalten haben. Neben dem "Sosyete"-Nachtclub Reina, einem edlen Treffpunkt der Istanbuler Schickimickis mit Ibiza-ähnlicher Atmosphäre, sind da noch das Kemanci, das Roxy und das Babylon. Diese Szene-Läden gehören seit ihren Anfängen zu den angesagtesten Adressen in Istanbul und sprechen ein unterschiedliches Publikum an.

Das Kemanci ist ein dreistöckiger Club. Seit seiner Gründung Anfang der neunziger Jahre ist es ein Tummelplatz für alternative Musikliebhaber wie etwa den Türk Rock-Fans. Im Kemanci spielen Newcomer-Bands live auf der Bühne. Wer also nicht an den ruppigen Türstehern im Reina vorbeikommt und zufälligerweise eine Military Jacke bei sich hat, sollte es mal im Kemanci probieren. Dort dürfte man keine Probleme haben, Einlass zu finden.

Andere Clubs haben das Live-Konzept vom Kemanci übernommen. So zum Beispiel das Roxy, das wie das Kemanci in Taksim zu finden ist und für Nachtschwärmer wie geschaffen ist, die sich "marjinal", also alternativ fühlen. Im Roxy gibt es auch eine größere Vielfalt an Musikrichtungen. Neben türkischem Rock und Pop wird dort Jazz, Wave und Techno gespielt.

Zum Tanzen geht es am Besten in den fast schon legendären Musikclub Babylon. Hier stehen viele Musiker regelmäßig auf der Bühne, die Fatih Akin in seiner Istanbul-Doku "Crossing The Bridge" vorgestellt hat. Dazu gehören u.a. Baba Zula, eine neue Oriental-Avantgarde, die türkische Folk Music durch den Sampler jagt. Das Babylon ist Ende der Neunziger eröffnet worden. Von Jazz über World-Musik bis hin zu experimenteller Electronica reichen die Live-Darbietungen aus aller Welt auf der Bühne dieses Kult-Clubs.