Hightech-Forschungszentrum der Türkei

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Im Marmara Research Center nahe Istanbul, dem größten Forschungszentrum der Türkei, fehlt es nicht an Geld und Ausstattung. Der türkische Staat will so die Entwicklung weiter antreiben. Auf einem mehr als 3200 Hektar umfassenden Campus liegt das Marmara Research Centers (MAM).

An Equipment mangelt es im Marmara Research Center nicht, und auch nicht an den nötigen Mitteln, wie Mehmet Demirel, Vizepräsident des MAM, einräumt: "Wenn wir finanzielle Mittel brauchen und diese rechtfertigen, bekommen wir es auch. " Schließlich ist es das selbst ernannte Ziel von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, in Forschung und Entwicklung aufzurücken und so die Türkei weltweit wettbewerbsfähig zu machen.

Aktuell arbeiten Forscher des MAM daran, mithilfe von Mikroorganismen die lange Fermentationszeit von Oliven zu verkleinern, damit sie schneller schwarz werden. Zugleich soll der Salzgehalt verringert und die Oberfläche noch flauschiger werden. Dasselbe Forscherteam entwickelt Bio-Kunststoffe aus Sojabohnen und aus Material, das Bakterien abscheiden, wenn sie mit Resten und Essensabfällen gefüttert werden.

In Energie, Lebensmittel, Wasserversorgung und Sicherheitstechnologien sieht Mehmet Demirel das größte Potenzial für türkische Forschungseinrichtungen. Immerhin 10% der Projekte am MAM sind vom Militär beauftragt. Auf Sicherheitstechnologien, die auf elektromagnetischen Wellen beruhen, ist das "International Laboratory for High Technologies" spezialisiert. In einer großen Forschungshalle auf dem Gelände des MAM arbeiten Wissenschaftler in einer türkisch-ukrainische Zusammenarbeit daran, Unsichtbares sichtbar zu machen.

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