Briten wollen Mey Içki schlucken

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Der britische Produzent von Johnnie-Walker-Whisky und Smirnoff-Wodka legt für die Nummer Eins am Bosporus umgerechnet 1,5 Milliarden Euro auf den Tisch. Mey Icki gehört den Beteiligungsgesellschaften TPG Capital LP und Actera. Das Geschäft soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, wie Diageo am Montag mitteilte. Im Dezember hatte die Nachrichtenagentur Reuters von eingeweihten Personen erfahren, dass Diageo über einen Kauf von Mey Icki verhandelt. Der Spirituosenspezialist will damit sein Geschäft in den schnell wachsenden Schwellenländern ausbauen, wo der Konzern bislang rund einen Drittel seines Gewinns erwirtschaftet.

Mey versorgt rund 50.000 Einzelhändler und kommt auf einen Marktanteil von 80 Prozent beim türkischen Schnaps Raki. Zudem produziert das Unternehmen Wodka, Gin und mit Aromen angereicherte Modespirituosen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 300 Millionen Pfund.

"Die Türkei ist mit seinem starken Wirtschaftswachstum ein attraktiver Markt für Diageo", sagte Konzernchef Paul Walsh. Dabei hatte sich sein Unternehmen in den vergangenen sechs Jahren eine harte Auseinandersetzung mit der türkischen Regierung über Einfuhrzölle für Spirituosen geliefert. In den vergangenen sechs Monaten stoppte der Konzern sogar seine Lieferungen in die Türkei. Der Streit mit der Regierung steht Medienberichten zufolge aber inzwischen vor einer Lösung.

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