25.09.15

mekka_250915_teaser_gr_thmerged.jpg

Mekka: Verletzt der Massenpanik auf 887 angestiegen Die Zahl der Todesopfer bei der Massenpanik in dem Ort Mina bei Mekka ist auf 753 gestiegen. Nach Angaben wurden zudem 887 Pilger verletzt, die in unterschiedliche Krankenhäuser in Mina und Mekka eingeliefert wurden. Unter den Verletzten befinden sich auch türkische Bürger. Die Massenpanik sei ausgebrochen, als es an einer Kreuzung in Mina, im Bereich der ‚Teufelsbesteinigung‘ zu einem Stau gekommen sei. Manche Pilgerer stürzten dabei von der Fußgängerbrücke. Auch Rettungsmannschaften aus der Türkei sind derzeit vor Ort im Einsatz.

Der Iran hingegen erklärte, dass 49 der Todesopfer iranische Bürger seien und gab den saudischen Behörden Mitschuld. Sie hätten nicht die erforderlichen Maßnahmen getroffen. Der Iran ordnete eine dreitägige Trauer an. Saudische Behörden dagegen machten die Pilger selbst für die Massenpanik verantwortlich. Die Regierung in Saudi Arabien leitete zudem eine weitgehende Untersuchung ein.

Opferfest-Botschaft von Mehmet Görmez Opferfest-Botschaft des Präsidenten des Amtes für religiöse Angelegenheiten. In der Botschaft von Mehmet Görmez heißt es, lasset uns beweisen, dass Herzen stärker als Waffen, Stifte stärker als Schwerter sind, um Frieden und Wohlergehen zu festigen. In seiner Botschaft verurteilte Görmez die israelischen Angriffe auf die Al Aksa Moschee. Görmez gedachte auch den syrischen und irakischen Flüchtlingen, die fernab ihrer Heimat und ihrer Häuser das Opferfest in der Türkei begehen und die man nicht vergessen sollte. Die Einheit des Hadschs, das Bewusstsein des Arafats und der Stolz des Gemeinsamkeitsgefühls sollten in die Türkei getragen werden. Görmez, der die Schönheiten und Segen des Opferfestes unterstrich, gratuliert in seiner Botschaft dem Volk im In- und Ausland, allen Brüdern und Muslimen zum Opferfest.

PKK setzt Angriffe fort Auch während des Opferfestes hat die Terrororganisation PKK ihre Angriffe auf türkische Sicherheitskräfte fortgesetzt. In der Kreisstadt Beytüşşebap bei Şırnak haben Anhänger der Terrororganisation PKK zeitgleiche Anschläge auf vier unterschiedliche Punkte verübt. Bei den Angriffen wurden Raketenwerfer und Sturmgewehre benutzt. Dabei wurden zwei Soldaten getötet. Acht Soldaten, sechs Polizisten und ein Dorfschützer wurden verletzt.

Die Sicherheitskräfte leiteten Operationen in der Region ein, wobei 34 Terroristen außer Gefecht gestellt wurden. Bei einem weiteren Angriff auf den Gendarmerie-Posten Gürin im bergigen Gebiet der Kreisstadt Nusaybin bei Mardin im Südosten der Türkei wurden zwei Soldaten leicht verletzt.

Antalya: Fußgänger totgefahren Auf der Fernstrasse D-400 in Antalya wurde ein Fussgänger von einem Auto überfahren und tödlich verletzt. Der 41-jährige Erkan Ceyhan wollte in der Düdenbaşı Mahallesi den Gazi Bulvarı zu Fuss überqueren. Der 42-jährige Cumhur B. erfasst ihn dabei mit seinem Lieferwagen. Als der alarmierte Rettungsdienst kurz darauf am Unfallort eintraf, war der Fussgänger bereits tot. Die Polizei liess den Verstorbenen in das Institut für Rechtsmedizin von Antalya bringen. Dann reinigten die Beamten die Strasse mit einem Schlauch von dem Blut des Unfallopfers. Der Autofahrer musste zur Polizeiwache mitkommen. Weil während der Rettungs- und Bergungsarbeiten nur eine Fahrspur frei war, bildete sich ein längerer Stau. Die zahlreichen Schaulustigen sorgten für zusätzliche Behinderungen.

Flüchtlingskrise in Europa Frankreich erklärte, dass es höchstens 30 000 Flüchtlinge aufnehmen werde. Der französische Ministerpräsident Manuel Valls sagte gegenüber einem Fernsehsender, dass sie als Europa nicht jeden aufnehmen könnten, der der Diktatur in Syrien flieht. Mehr als 30 000 Flüchtlinge in zwei Jahren aufzunehmen sei nicht der Fall. Unbedingt müssten die Außengrenzen Europas kontrolliert werden.

Unterdessen sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass der Bund den Ländern ab nächstes Jahr pro Flüchtling 670 Euro erstatten werde. Außerdem werde den Ländern für den sozialen Wohnungsbau 500 Millionen Euro und für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge weitere 350 Millionen Euro bereitgestellt werden.

(Quelle: Generaldirektion für Presse und Information, DHA, TRT in Ankara)