16.08.2013

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Erdogan zur Lage in Ägypten Nach den Gesprächen zwischen Premierminister Erdoğan und Obama, Putin, Cameron, Merkel, Ayrault und Generalsekretar der UN über die jüngsten Entwicklungen in Ägypten, äußerte sich Erdoğan über deren Inhalt. Erdoğan sagte, „Man hat versucht die demokratischen Demonstrationen von Millionen Menschen durch Massaker zu unterdrücken. Probleme, die in der Demokratie vorkommen, müssen innerhalb der Demokratie gelöst werden. Es ist nur eine Ausrede, Probleme durch Militärputsch zu lösen. Falls die westlichen Länder nicht aufrichtig handeln, wird Demokratie auf der ganzen Welt in Frage gestellt werden. Diejenigen, die diesen Putsch ignorieren, tragen das Blut von den getöteten Kindern an ihren Händen. Die ganze Welt hat in Palästina, Syrien und Ägypten geschwiegen. Die UN hat die Macht das Massaker in Ägypten zu beenden, deshalb muss sie Versammlung abhalten. Alle Länder müssen dafür ihr „Ja“ geben, sonst werden sie nicht in der Lage sein in der Geschichte Rechenschaft abzugeben. Die Sicherheitskräfte, die das Massaker durchgeführt haben müssen vor Gericht gestellt werden. Mursi und die anderen festgenommenen Politiker müssen freigelassen werden.“ so Erdoğan weiter.

Abdullah Gül in Aserbaidschan Staatspräsident Abdullah Gül, der im Rahmen eines Kooperationsratsgipfels Aserbaidschan besucht, kam gestern im Präsidentenpalais mit seinem Amtskollegen İlham Aliyev zusammen. An dem Gespräch nahm auch Außenminister Ahmet Davutoğlu teil. Weitere Gespräche führte der Staatspräsident mit seinen kirgisischen Amtskollegen, und mit weiteren Präsidenten der türkischsprachigen Länder. Gül hob dabei die Bedeutung der Solidarität türkischsprachiger Republiken hervor und unterstrich die Wichtigkeit der Kooperation bei der Realisierung von gemeinsamen Projekten unteranderem im kulturellen Bereich. Der kirgisische Staatspräsident Almasbek Atambajew seinerseits würdigte die Bedeutung des Gipfels und sagte: „Unsere Wurzeln und unsere Geschichte sind eins. Hoffen wir, dass auch unsere Zukunft vereint wird. Das ist auch der Grund warum wir uns hier versammeln.“

Davutoglu zur Entführung der türkischen Piloten Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu hat die Vorfälle in Ägypten und die Entführung der türkischen Piloten im Libanon bewertet. Davutoğlu sagte, „Die Entführung der türkischen Piloten auf dem Weg zum Flughafen von Beirut zeigt die schlechten Konditionen der Sicherheitskräfte in Libanon.“ Davutoğlu warnte Libanon: „Es wäre falsch die Entführung mit den Geschehnissen in Syrien zu vergleichen. Die Türkei kann nicht verantwortlich für die Vorfälle in Syrien gemacht werden. Wir erwarten, dass die Piloten sofort freigelassen werden. Wenn dies nicht geschieht, wird Libanon von der Welt als nicht sicheres Land betrachtet werden. Dies würde den größten Schaden an Libanon richten. Wir betrachten Libanon als ein Land zu dem wir freundschaftliche Beziehungen haben, aber wir sind entschlossen und haben das Recht unserer Bürger bis zum Schluss zu verteidigen.“ so Davutoğlu weiter.

Führer der islamischen Welt zum Handeln aufgefordert Islamische Gelehrten aus aller Welt veröffentlichten eine gemeinsame Deklaration hinsichtlich der Verurteilung des Massakers gegen die Gegner des Staatsstreichs in Ägypten. Auf der türkischen Stiftung für Menschenrechte, Freiheiten und Humanitäre Hilfe (IHH) abgehaltenen Pressekonferenz las der Sekretär der palästinensischen Diaspora der Delegation von Gelehrten Dr. Nevvaf Tekruri die Deklaration in Arabisch und der Mitglied der Weltverband der muslimischen Gelehrten Hamdi Arslan nochmal auf Türkisch vor.

In der Deklaration befanden sich folgende Aussagen: „Wir möchten die ägyptischen Sicherheitskräfte daran erinnern, dass es verboten ist, auf das ägyptische Volk, seinen Kindern, eigenen Brüdern und Frauen, die Sitzstreiks machen, zu schießen. Da, wo es ein Aufstand gegen Gott gibt, darf man keiner göttlichen Schöpfung Gehorsam leisten. In dem Massaker nur widerwillig teilzuhaben ist auch keine ausreichende Ausrede. Wir sagen an alle Kinder des heiligen Ägyptens, dass Hervortreten und Widerstand leisten ihre Pflicht als Moslem sind. Die Nation sollte wissen, dass diese Gruppe von Kriminellen das Volk nicht vertritt. Wir rufen alle Führer der islamischen Welt zum Handeln auf. Die islamische Welt soll am Freitag Proteste auf den Straßen durchführen.“

(Quelle: Generaldirektion für Presse und Information in Ankara)