16.08.2011

Brunnen_Somalia_160811_teaser_gr_thmerged.jpg

Treffen zwischen Gül und Abdullah Staatspräsident Abdullah Gül kam gestern im saudi-arabischen Dschiddah mit König Abdullah zu einem Gespräch über die Lage in Syrien zusammen. Gül, der an der Delegiertentagung des "Oxford Zentrum für Islamische Studien" ("Oxford Centre for Islamic Studies", OCIS) in Dschidda teilnahm, kam im Rahmen seiner Kontakte mit dem saudi-arabischen König Abdullah zusammen. Auf der Tagesordnung standen die Bewertung der türkisch-arabischen Beziehungen und der Meinungsaustausch über die jüngsten regionalen- und internationalen Themen. HÜRRIYET – 16/08/2011

Türkei baut Brunnen in Somalia Die Türkische Agentur für Entwicklung TIKA wird in Somalia, wo am Tag 25 Kinder den Durst erliegen, neue Brunnen bohren. In der Region herrscht die schlimmste Dürre seit 60 Jahren. Afrika Koordinator der TIKA, Cüneyt Esmer machte auf die Notwendigkeit des sauberen Wassers in der Region aufmerksam. Esmer sagte, "Wenn die Menschen an sauberes Wasser gelangen würden, wären sie auch nicht krank und bräuchten auch nicht so viele Medikamente, die sie ja nicht haben." An Wasser zu gelangen müssen die betroffenen eine lange und mühsame Reise durchmachen. Nicht nur Menschen sondern viele Arten von Tieren sind in der Region von der dürre stark betroffen. Unterdessen wurde nach der Ankündigung des Besuchs von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, die Vorbereitungen in der Hauptstadt Mogadischu getroffen. In der Präsidentschaft, wo Erdogan empfangen wird, herrschen reparaturarbeiten. In diesem Zusammenhang werden die Einschusslöcher repariert, Außen-und Innenfassaden neu gestrichen. Generaldirektor des türkischen Roten Halbmond Ömer Tasli sagte, "Nach dem Eingriff der Türkei und besonders nach dem Bekanntgeben des Besuchs von Erdogan, blühten die Hoffnungen wieder. Die Menschen in Mogadischu warten aufgeregt auf den Ministerpräsident." Die Vorbereitungen für das Hilfsschiff gehen weiter. Die Hilfen des Türkischen Roten Halbmondes, des Amtes für Religionsangelegenheiten und der TIKA, werden weiterhin aufs Schiff geladen. Das Schiff mit den Hilfsgütern an Bord, wird morgen nach Somalias Hauptstadt Mogadischu auslaufen. SABAH – 16/08/2011

Türkei besorgt über Lage in Syrien Die Türkei bezieht immer mehr Stellung im Syrien-Konflikt. Das Bedenken der türkischen Regierung bezüglich der Lage in Syrien wächst. Außenminister Ahmet Davutoglu forderte letzte Woche während der Gespräche in Damaskus den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zur Umkehr auf. Jedoch beschoss die syrische Armee am Montag Wohngebiete in der belagerten Hafenstadt Latakia. Davutoglu sagte bezüglich der jüngsten Entwicklungen in Syrien, dass die Militäreinsätze sofort und bedingungslos gestoppt werden müssen. Andernfalls werde kein Wort mehr darüber verloren, welche Schritte folgen könnten.

Unteranderem erklärte er gestern in einer Pressekonferenz nach einer Versammlung der Ak Partei, dass die Militäroperation in Latakia unakzeptabel sei. Die Türkei habe kein Wort mehr zu sagen, so Davutoglu. Er betonte auch, dass das Vorgehen des syrischen Regimes, wegen der Menschenrechte nicht als innenpolitische Angelegenheit betrachtet werden könne. Die Türkei hatte Assad zuletzt verstärkt zu demokratischen Reformen aufgefordert.

Die Türkei hatte nach den Gesprächen vergangene Woche mit der syrischen Regierung, für den Stopp der Operationen Assad eine Frist zugesprochen. Die Bemühungen der Türkei als regionale Macht dauern weiter an.

Unteranderem telefonierte Davutoglu mit seinem ägyptischen und jordanischen Amtskollegen Mohamed Kamel Amr und Nasir Cude. Angaben zufolge wurde das Konflikt in Syrien und weitere Entwicklungen im Nahen Osten erörtert. ALLE ZEITUNGEN – 16/08/2011

Türkische Bevölkerung spendet 150 Mio. TL für Somalia Der Stellvertretender Ministerpräsident Bekir Bozdag sagte, dass die türkische Bevölkerung ihre Unterstützung für Somalia aufmerksam gezeigt habe. Bozdag betonte auch, dass die Spendenaktion großes Aufsehen erweckt habe. Nach Angaben des Stellvertretenden Ministerpräsidenten wurden bislang 150 Millionen türkische Lira Spenden eingesammelt. Bozdag sagte: "Unsere Bevölkerung hat wieder das Notwendige getan. Ich bedanke mich bei allen Bürgern, die den Hilferuf Gehör verschafften und geholfen haben." ALLE ZEITUNGEN – 16/08/2011